Israelis und Palästinenser (1) – Hans-Jürgen John الإسرائيليون والفلسطينيون (1) يكتبه هانز يورجن جون

نعمة الميلاد

أنا أعيش في العالم الغربي اليوم. و لقد فكرت كثيراً في نعمة مولدي.

ماذا لو أنني كنت ولدت في أحد منازل الفقراء في أفريقيا؟ ماذا لو لم أكن أعيش اليوم بل كنت أعيش منذ بضعة قرون مضت أو حتى بعد عدة سنوات في وقت لاحق…؟ في العصور الوسطى المظلمة أي تقريباً وسط معاناة الشعوب تحت وباء الطاعون؟ أو في المستقبل بكافة العواقب المترتبة على أفعال الأجيال السابقة.

ماذا لو … مثل هذه الأفكار تذكرني دوماً بإمكانية معايشة وقت السلم و التمتع به مرة أخرى وأن كل ما يبدو بديهياً هو إنجاز ندين به للأجيال التي سبقتنا.

أن يمكن لي أن أبيت شبعاناً وأن أقوم بجولة طبية آمنة. وربما أن أمشي ليلا أجوب المدن بلا خوف إذا ما أردت. و أن أرتكب خطئا ما مع امتلاكي الوقت للتعلم منه، دونما يكلفني ذلك حريتي أو حياتي.

إن الألم باعث جيد على الفكر

قبل بضعة أيام كانت ثمة أمسية إذاعية. عبارة عن نظرة سريعة إلى الوراء وبالتحديد على العام 1967، والذي كنت مهتماً به بشكل مباشر. ربما لأنني قد ولدت في هذا العام. وكان مدار الحديث عن حرب الأيام الستة بين إسرائيل وبعض الدول العربية. فكرت فقط : “آه، إلى أي مدى سيدوم الصراع هناك؟” ثم أعددت لنفسي ساندويتشا.

وبعد أيام قليلة أُصبت في ركبتي، وعلت صرخات ألمي. ولكن الألم كان غالبا مايوجعني. فأخذت أفكر: “ماذا لو استمريت أعاني من هذا الألم كل يوم لعقود؟”
ما مدى المعاناة التي يتحملها الناس وغيرهم في الحرب؟

وبعد ذلك بيومين أدركت فجأة أن ما بين إسرائيل والفلسطينيين ماهو في الواقع إلا صراع مشتعل وناشب منذ عقود، يتخلله وقف لإطلاق النار ومفاوضات سلام، ثم يستمر.

وشعرت على الفور أنه لا يروق لي التفكير في هذه المسألة المعضلة. فكم من الدول أرسلت بعثاتها من قبل ؟ وكم مرة اعتقدنا أنه يمكن تحقيق النجاح والسلام،إلا أننا سرعان ما نرى أن الصراع يتصاعد وتشتعل جذوة الحرب من جديد؟

ومن يكون الحق معه الآن؟ ولمن يجب أن يعطى الحق؟ أم هل ينبغي ترقب من يخضعون الحق الآن لأهوائهم حيث أمسى قانون الغاب يُملي شروطه؟
لقد تعبت من ذلك وسئمت استماع المزيد من أخبار التفجيرات والهجمات الانتحارية والصواريخ والمعاناة والألم.

الحرب تهدم والسلام يبني

أتخيل أنه ما دام هناك صراع ونزاعات بين الشعوب والأديان، فإن هذا الصراع سيكون دوماً فيروسا يستشري في جسد العالم كله وأن كل فترة سلام أو هدنة سلمية ستتدهور في كل مرة. إلا أنه ياترى من بيده الآن تسوية الأمور بين الإسرائيليين والفلسطينيين؟ بالتأكيد ليس أحد سواهم أنفسهم.

أتصور أن الإسرائيليين والفلسطينيين مثل كتلتين من الجليد. كأنهم قالوا لبعضهم البعض أنه لا يمكن وجود سلام مشترك بينهم. لذا فسوف يواصلون القهر ضد بعضهم البعض وستتواصل الاحتكاكات والمصادمات وربما يصل الأمر حد الإبادة والتدمير. فالمواقف المتصلبة تعني المواجهة. والمواجهة تعني المعاناة البشرية. لذا دعونا نذيب هذا الجليد!

على كلا الجانبين يوجد هناك بشر. على كلا الجانبين يوجد هناك أطفال ونساء ورجال. لذا فإنني قد قررت أن أكتب عن جزء من كل أسرة. مجموعه من ستة رسائل. أنا لا أتكلم لغتك. اللغة التي أتكلم بها يفهمها كل طفل وكل أم وكل أب. لذا سوف أبدأ رسالتي الأولى قريباً عن الأمهات الإسرائيليات تحت عنوان :

أوه، يا أمهات الإسرائيليين.

© 2011 هانز يورجن جون Hans-Jürgen John

הישראלים והפלסטינאים, מאת הנס יורגן יון Israelis und Palästinenser (1) von Hans-Jürgen John

חסד המוצא
אני חי בעולם המערבי ובזמן הזה. פעמים רבות כבר חשבתי על החסד של המוצא שלי.
מה היה, אילו נולדתי באחד מבתי-המחסה של אפריקה? מה היה, אילולי הייתי חי היום, אלא לפני כמה מאות שנה, או בכלל בעוד כמה שנים בעתיד? בימי הביניים החשוכים למשל, בתוך הסבל האנושי מפני הדֶבֶר? או בעתיד עם כל ההשלכות של מעשיהם של הדורות הקודמים.
מה היה אילו …? הרהורים שכאלה מזכירים לי תמיד שנפלה בידי הזכות לחיות בזמני שלום וליהנות מהם, ובנוסף שכל מה שנראה מובן מאליו הוא למעשה הישג שאנחנו חייבים לדורות הקודמים לנו.
שאני חי בשובע כל יום ושיש לי הגנה רפואית מקיפה.
שאילו רציתי, יכולתי לטייל בלילות ברחבי העיר ללא פחד.
שמותר לי לעשות שגיאות ואני מקבל את הזמן ללמוד מהן מבלי שהדבר יעלה לי ישר בחופש או בחיים.

הכאב היווה חומר למחשבה טוב.
לפני כמה ימים שודרה תוכנית בערב. מבט קצר לאחור אל שנת 1967. מיד התעניינתי. בטח גם משום שנולדתי באותה שנה. היה מדובר על מלחמת ששת הימים בין ישראל לבין כמה מדינות ערב.
אני רק חשבתי לעצמי עוד: “מה, כל כך הרבה שנים נמשך המאבק הזה שם למטה?” ומרחתי לי לחם עם חמאה.
כעבור כמה ימים קיבלתי מכה חזקה בברך. וצעקתי. הכאב של עצמך הוא הכי כואב. וחשבתי עוד: “מה היה, אילו הייתי צריך לחוש את הכאב הזה יום-יום?”
וכמה צער וכאב לבטח על האנשים לסבול במלחמה בגלל עצמם ובגלל אחרים?
ועוד יומיים יותר מאוחר שמתי לב לפתע שבין ישראל לפלסטינאים בוער מאבק מתחת לפני השטח, ומתפרץ, ואז שביתות נשק ומשא ומתן על השלום מעקבים אותו, ולאחר מכן הוא שוב ממשיך.
מיד חשתי סלידה עזה להמשיך ולהתעסק בנושא הזה. כמה מדינות כבר שלחו את המתווכים שלהן? כמה פעמים כבר האמינו בהצלחה ובבואו של שלום, רק על מנת לראות שהמאבק ממשיך להסלים?
ומי בעצם צודק? עם מי יש להסכים? או שמא יש לחכות ולראות מי ישתלט על הצדק ומי בעזרת חוק החזק יכתיב את התנאים?
התעייפתי ונמאס לי מלהמשיך לשמוע בחדשות על פיגועים ופיגועי התאבדות וטילים וסבל וכאב.

המלחמה הורסת והשלום בונה.
נדמה לי שכל עוד קיימים ריבים ומאבקים בין קבוצות אוכלוסיה ודתות, נגיף המאבקים מופץ תמיד ובכל מקום בעולם, ומבזה זמני שלום בהופכם לתקופות מעבר בלבד בין מלחמות.
אולם בידי מי אם כן היכולת לפייס בין ישראלים ופלסטינאים? הרי רק להם עצמם.
בנוגע לדוגמא של ישראלים ופלסטינאים אני מדמיין לעצמי שני גושי קרח. הם שיכנעו זה את זה שלא יוכלו להתקיים האחד על יד השני בו-זמנית בשלום. כך ימשיכו שניהם להתחכך אחד בשני ולהישבר גם יחד. עמדות נוקשות משמעותן עימות. ועימות משמעותו סבל אנושי. הבה נמיס את הקרח הזה!
בשני הצדדים ישנם בני אדם. בשני הצדדים ישנם ילדים, נשים וגברים. לכן החלטתי לכתוב לכל בני המשפחה. בסך הכל שישה מכתבים. אינני יודע את שפתם. השפה בה אני מדבר מבין כל ילד וכל אם וכל אב. כך אני אתחיל בקרוב את מכתבי הראשון אל האימהות של הישראלים תחת הכותרת: הו, אימהות הישראלים.
© 2011 הנס יורגן יון

Israelis und Palästinenser – Oh, Ihr Kinder der Palästinenser (2.4) von Hans-Jürgen John

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Wo waren wir stehen geblieben? Ja richtig. Ihr spielt Fussball und ein fremder Junge nimmt Euch den Ball weg.

Für mich als Zuschauer ist klar: Der Junge ist gross und stark und Ihr seid in der Mehrheit. Ich frage mich, wieso dieser Junge dieses Risiko eingeht?
Zuvor sah ich ihn bei den Zuschauern. Er war nur einer von vielen. Fühlt er sich unbeachtet, allein und möchte er Eure Aufmerksamkeit erregen? Das hat er sicher geschafft. Zuvor war der Ball im Mittelpunkt. Aller Augen waren auf das runde Leder geheftet. Ihr ranntet hinter ihm her, als wäre er etwas Besonderes, und wolltet ein Tor machen.
Nun, da der fremde Junge den Ball in seinen Händen hält steht auch er im Mittelpunkt. War das seine Absicht? Was will er? Möchte er Euch den Ball wegnehmen oder nur mitspielen? Wer ist er? Steht er alleine in der Welt und sucht er Freunde? Was ist ihm in der Vergangenheit geschehen?

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Was wird geschehen? Der Krieg zerstört und der Frieden baut auf.

Jetzt seid Ihr am Zug. Es ist wie beim Spiel der Könige, dem Schach. Er hat in Euer Spiel eingegriffen, hat Euch eine wichtige Figur abgenommen, Euch wohl mit Schachmatt gedroht und nun werdet Ihr reagieren. Beim Schach geht es um Sieg oder Niederlage. Wer möchte schon nach einem Remis, einem Unentschieden, die Schachfiguren einpacken und nach Hause gehen?
Genauso wie beim Schach geht es beim Fussball darum zu siegen und möglichst viele Bälle im gegnerischen Tor zu platzieren. Und es geht um Fairness. Niemand möchte den anderen Spieler absichtlich so schwer verletzen, dass dieser ausfällt. Es geht darum, immer wieder dieses Spiel spielen zu dürfen, immer wieder dieses Adrenalin zu fühlen und die Freude an der Bewegung und der strategischen Vorgehensweise.

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Was wird geschehen? Der Krieg zerstört und der Frieden baut auf.

Der starke Junge steht da mit dem Ball in den Händen, um den es geht. Er wartet auf Eure Reaktion. Was sagt Euch der nächste Gedanke, das nächste Gefühl? Ihr wollt dem Fremden den Ball abnehmen. Das Recht des Stärkeren spricht in Euch: Los, lasst ihn uns verprügeln und weiterspielen. Solche Gefühle und Gedanken haben das Überleben des Menschen über Jahrtausende gegen hungrige und angriffslustige Tiere und konkurrierende Menschengruppen gesichert. Seitdem ist viel Zeit vergangen.

© 2011 Hans-Jürgen John

Israelis und Palästinenser – Oh, Ihr Kinder der Palästinenser (2.3) von Hans-Jürgen John

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Was wird geschehen? Der Krieg zerstört und der Frieden baut auf.

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Sicher habt Ihr einmal Fussball gespielt oder dabei zugesehen. Wohl alle Menschen lieben dieses Spiel, das immer wieder von neuem begeistert. Der Ball ist dabei sehr wichtig. Stellt Euch vor, Ihr rennt dem runden Leder barfuss mit einigen anderen Kindern hinterher. Es kommt ein grosser Junge vorbei. Er nimmt den Ball, der ihm geradewegs vor die Füsse rollt und gibt ihn nicht wieder her. Was tut Ihr?

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Was wird geschehen? Der Krieg zerstört und der Frieden baut auf.

Seit Jahrtausenden spielt sich diese Szene immer wieder in allen Variationen ab. Egal, ob es um Essen, Trinken, einen Ball, ein Stück Land, Geld, Gold oder persönliche Beziehungen geht. Das Spiel kann lustig, unterhaltsam oder grausam sein, es kann Fussball, Krieg, Partnerschaft, Kampf um Freiheit oder Besitz heissen, es beschäftigt uns, unsere Vorfahren genauso und es wird später unsere Kinder und Kindeskinder in seinen Bann ziehen. So ist es wichtig, darüber nur ein paar Minuten eines langen, langen Lebens nachzudenken.

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Was wird geschehen? Der Krieg zerstört und der Frieden baut auf.

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Der fremde Junge ist stark, das sieht man ihm an. Er hält den Ball in seinen Händen und er gibt ihn nicht her. Er ist sich seiner Stärke bewusst und selbstsicher. Eigentlich scheint er sympathisch und geheimnisvoll zugleich zu sein und Ihr könntet gute Freunde werden, wenn, ja wenn er Euch den Ball nicht weggenommen hätte. Ihr fühlt, dass Ihr im Recht seid. Ihr denkt: Der Fremde ist zwar stark, doch er scheint alleine zu sein. Wer von den Zuschauern zu ihm halten wird ist noch unklar.

Der fremde Junge ist mutig. Das sollte Eure Achtung und Bewunderung herausfordern. Doch er hat gegen die Regeln verstossen. Ihr seid in der Mehrheit und wollt weiter spielen. Also umzingelt Ihr den fremden Jungen und den Ball und Ihr seid entschlossen, ihm den Ball wegzunehmen, notfalls mit Gewalt.

Oh, Ihr Kinder der Palästinenser. Was wird geschehen? Der Krieg zerstört und der Frieden baut auf.

© 2011 Hans-Jürgen John