Ranking Turbo Für Google von Hans-Jürgen John

Ranking Turbo Für Google

Wünsche

Jeder Webseiten-Besitzer hätte es gerne. Die eigene Webseite bei verschiedenen Suchbegriffen unter den zehn ersten Treffern bei Google angezeigt zu bekommen.

Machen

Träume alleine bringen nichts. Was kann man auf dem Weg auf der Rankingliste nach oben tun?

Was brauche ich?

Es kommt darauf an. Haben Sie eine reine Verkaufsseite für Ihre Produkte im Sinn? Dann holen Sie sich doch einen Fachmann für wenig Geld zum Beispiel bei twago.com. Die Voraussetzungen für gutes Ranking sind nicht statisch. Google verändert laufend die Rahmenbedingungen. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche: Ihre Kundschaft. Wieso sich in technische Einzelheiten einarbeiten und verlieren, wenn das andere sehr viel besser und schneller können?

Wie erreiche ich es?

Naheliegend und ergänzend wäre für eine Business-Webseite Werbung bei Google zu kaufen. Das kostet und das ist, weil es ein Weg ist, der nicht über die Verbesserung des Inhaltes der Seite führt eher etwas für Webshops.

Schreiben Sie einen Blog und sind nicht vom Verkaufserfolg abhängig? Lassen Sie es ruhig angehen. Es ist Ihr Hobby. Sie müssen nicht davon leben. Sehen Sie es unverkrampft. Als Einzelner werden Sie nie mit den grossen Seiten mithalten können. Ein Ranking bei Google von 2 oder 3 genügt ihnen völlig. Ein höheres Ranking geht ins Geld und lohnt nicht den Aufwand für Ihr Hobby.

Lernen bei den Erfolgreichen

Schauen wir uns die Topplatzierten bei Google an. Es sind Webseiten dabei, die  viele Besucher anziehen:

Wikipedia zum Beispiel. Was ist Wikipedia? Eine Datenbank. Wikipedia bietet etwas an, das die Menschen täglich brauchen: Daten und Fakten, die nach Stichworten, wenn es sein muss mehrsprachig abrufbar sind.

Google zum Beispiel ist eine Suchmaschine, die das World Wide Web nach Informationen durchsucht. Es nützt die Informationen und Datenbanken bestehender Webseiten und bietet ihre Webadressen ebenso wie direkte Links zu Artikeln und Stichworten an. So ist auch Google nichts anderes als eine riesige Datenbank. Man kann inzwischen sagen: Ohne Google geht nichts.

Was haben wir gelernt?

So wie Bäckereien oder Metzgereien immer Kundschaft haben werden, weil die Menschen immer essen, so werden Webseiten, die Informationen sammeln, aufbereiten und anbieten immer Besucher anziehen. Hohe Besucherzahlen und eine lange Verweildauer auf der jeweiligen Webseite sind, verkürzt gesagt, Pushfaktoren für ein gutes Ranking.

Webseiten näher angeschaut

Google bewertet Webseiten auf einer Skala von 1 bis 10. Die Webseite von John P. Matthew, ein Blogger und Autor aus Mumbai/Indien erreicht einen Google Page Rank von 4. Das ist ein sehr guter Wert. John P. Matthew schreibt über Persönliches wie auch über aktuelle Geschehnisse in Indien. Hier verkündet er sein zehnjähriges Blogjubiläum.

Nathan Bransford aus Brooklyn, USA, war früher Literatur-Agent und arbeitet nun als Social Media Manager bei CNET. Sein Blog erreicht einen wunderbaren Google Page Rank von 5. Wie kommt das? Nathan Bransford schreibt darüber, wovon er Ahnung hat:

Wie man einen Roman schreibt.

Wie man einen Roman lektoriert.

Wie man einen Literatur-Agenten findet.

Datenbank: Ratschläge für Autoren

Obwohl die Artikel von Nathan teilweise vor fünf Jahren veröffentlicht wurden, sind sie aktuell und stehen im Mittelpunkt des Interesses eines jeden angehenden Autors. Andere Literatur-Agenten begnügen sich mit Listen von Autorenbüchern, die über ihren Schreibtisch gingen. Das reicht nicht. Information ist Ware. Kostenlose und hilfreiche Information ist gesucht. Leicht lassen sich Besucher also mit Datenbanken/Artikeln zu bestimmten Themen locken und auf der eigenen Webseite halten. Das Teilen von Wissen ist populär und wichtig. Wer sich daran mit seinem Erfahrungen beteiligt kann profitieren.

Die Webseite SEO Kicks listete die Homepage von Nathan früher mit einem ausgezeichneten Google Page Rank 8 – siehe hier – . Was war geschehen? Es scheint so, als würde sich seine Webseite inzwischen wenig verändern. Fehlen hier vielleicht Videos? Die Zahl der konkurrierenden Webseiten steigt ständig. Es findet ein Verdrängungswettbewerb auf den oberen Plätzen statt. Man muss schon immer auf aktuelle Neuerungen und Entwicklungen eingehen und seine Webseite laufend aktualisieren.

Tipps konkret

Auf der Suche nach Hintergrundinformationen zum Google Ranking stosse ich auf eine interessante Webseite.

Michael Holdcroft gibt dort gute Tipps auf zur Verbesserung des Google Page Rank:

“Auf jeder Website gibt es wichtige und weniger wichtige Seiten. Alle Seiten, die Ihnen Geld bringen, sind wichtig. Seiten wie Impressum oder AGB’s, sind zwar notwendig, aber verdienen kein Geld für Sie und sind somit nicht wichtig. Verlinken Sie immer die Seiten, die weniger wichtig sind, auf die wichtigen, Geld verdienenden Seiten. Umgekehrt setzen Sie nie Links von wichtigen, auf Seiten die nicht wichtig sind. Auf diese Art und Weise “opfern” wir den Pagerank von Seiten, die unwichtig sind, um dort Pagerank zu erhöhen, wo es tatsächlich zählt.”

Weiter stellt der Experte Holdcraft fest:

“Je mehr Seiten sie im Google-Index haben, desto mehr Pagerank besitzen Sie.”

Der Google-Index einer Webseite kann zum Beispiel mit Hilfe der Webseite sistrix ermittelt werden.

Folge nicht den falschen Propheten

Schauen wir uns mal die Webseite des Experten Michael Holdcroft näher an. Google Page Ranking wertet seine Homepage http://sofortmassnahmen.eu mit einer glatten Eins. Nun wäre das super, wenn nicht die zehn die beste Note beim Ranking wäre. Wen wundert es? Die Tipps sind teils gut, teils veraltet. Und: Diese Tipps gibt es auch auf anderen Webseiten.

Wer wirft den ersten Stein?

Hat Holdcroft abgeschrieben? Nein, er beherzigt einzig und allein meinen Ratschlag von oben: Webseiten müssen auf dem Weg zu einem besseren Ranking Informationen sammeln und aufbereiten. Wer einen Account bei Youtube hat und eigene Videos auf seine Webseite verlinkt, hat gute Aussichten auf einen besseren Google Page Rank. Text und Bilder wie früher genügen alleine nicht mehr zum Raketenranking. Ebenso verbessern viele Links von Webseiten mit höherem Page Rank den eigenen Platz im Ranking. Auch die Anzahl der Kommentare zu den einzelnen Beiträgen zählt mit bei der Bewertung einer Webseite durch Google.

Liest man sich bei Herrn Holdcroft ein, so merkt man bald: Die Webseite wurde lange (2011) nicht aktualisiert. Der Google Page Rank 1 hat also seine Berechtigung.

Licht am Ende des Tunnels

Wenden wir uns dem nächsten Experten zu. Michael Sattler beschäftigt sich auf seiner Webseite mit Suchmaschinenoptimierung.

Der Check mit dem Google Page Rank Programm zeigt: Sattler ist wirklich ein Experte und nennt sich nicht nur so. Er erreicht einen fabelhaften fünften Platz.

Was hat ein Eintrag bei Wikipedia mit dem Google Page Rank meiner Seite zu tun?

Sattler nennt weitere wichtige Punkte: Ein Eintrag im Weltlexikon Wikipedia (zur Zeit Google Page Rank 9) mit Verlinkung zur eigenen Seite wirkt natürlich Wunder.

Webkataloge sind so unverzichtbar wie früher Telefonbücher

Nennungen in exklusiven Webkataloge, die sich Ihrer Webseite kommentierend und werbend annehmen sind wichtig. Das bekannteste Webseitenverzeichnis dmoz.de (deutschsprachig) oder dmoz.org (englischsprachig) wird von Editoren betreut. Aufgenommen werden nur Webseiten, die die hohen formalen Bedingungen erfüllen.

Ende gut und alle froh

Ich bin froh und dankbar, dass Sie mich auf meiner Reise durchs www etwas begleitet haben. Sie sehen, es ist nicht leicht nützliche Informationen von unnützen und relevante Webseiten von nicht mehr aktuellen zu unterscheiden. Bleiben Sie am Puls der Zeit.

Herzlichst Ihr Hans-Jürgen John

© 2013 Hans-Jürgen John

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Glück bedeutet innehalten und entscheiden von Hans-Jürgen John

Es passiert oft. So oft, dass wir einen Moment innehalten sollten. Die Zeit ist schnelllebig. Informationen, Impressionen, Menschen und Geschehnisse huschen an uns vorbei.

Meist werden wir uns erst bewusst, dass wir etwas verpasst haben, wenn der richtige Augenblick vorüber ist, auf die Bremse zu treten, Stillstand herbeizuführen und uns mit dem zu beschäftigen, wonach wir alle suchen: Glück.

Es ist vergleichbar mit der Verkehrssituation auf einer Bundesstraße. Wir sind mit mäßiger Geschwindigkeit unterwegs. Gerade so schnell, dass wir uns nicht mit Betrachtungen der Landschaft aufhalten. Unser Blick geht nach vorne. Sicherheit ist oberstes Gebot. Zumal wir oft nicht nur für uns selbst, sondern auch für Mitfahrer verantwortlich sind.

Dann kommt uns dieses graue Allerweltsauto entgegen. Zunächst beachten wir es kaum. Wozu auch? Autos auf einer Bundesstraße sind üblich. Wir tolerieren jede Marke, jede Farbe und jede Auspuffgröße. Eben auch, weil wir auf Toleranz uns gegenüber auf der Gegenseite hoffen, hoffen dürfen – oder zumindest Ignoranz.

Auch Aussagen über PS-Stärken und Geräuschpegel sind uns egal. Die Zulassungsstelle wird schon richtig entschieden haben. Dieses graue Allerweltsauto interessiert uns je näher wir ihm kommen. Unsere Geschwindigkeiten addieren sich. Es bleibt wenig Zeit sich gegenseitig ausgiebig zu betrachten. Und doch ist da so etwas wie der Funke der Sympathie, die überspringt. Je näher wir uns kommen, umso schöner springt der Sekundenzeiger in die nächste kleine Zeiteinheit. Die Zeit scheint stillzustehen, als wir uns auf gleicher Höhe begegnen und wir für einen Sekundenbruchteil Sichtkontakt zum Lenker haben.

Es ist vorbei. Wir sind wieder allein auf der Strecke. Im Rückspiegel sehen wir, wie kurz das Bremspedal aufleuchtet. Aus einem Reflex heraus treten wir ebenfalls auf die Bremse.

Eine Begegnung im Nirgendwo, die zu einem gemeinsamen Lebensweg führen könnte? Augenblicke dehnen sich unter Abwägungen. Ist hinter uns ein Wagen? Dürfen wir anhalten? Sind wir schon mit einem Partner unterwegs? Haben wir die Kraft einer fremden Person zu vertrauen? Ist uns das berufliche Lebensziel wichtiger als das Innehalten und das Glück?

Wir müssen schnell entscheiden. Wir sind auf der Zeitschiene unterwegs. Zeit ist Geld und nicht nur ein Spruch. Was ist uns wichtig im Leben? Wenn wir schnell entscheiden, können wir wenden, die eingefahrenen Trampelpfade des Alltags verlassen und uns mit dem beschäftigen was vielen als einziger Sinn im Leben gilt, die Zweisamkeit. Dann siegt die Vernunft. Wieder einmal.  Der Preis des Glücks ist zu hoch.

© 2013 Hans-Jürgen John

 
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Wie man liebt (6) v. Hans-Jürgen John u. M. Becker

Wie man liebt (6)

Nur das Beste für die Beziehung?

Verliebt! Und nun? Kluge Menschen schreiben und reden über Liebe, Vertrauen und Ehrlichkeit in der Beziehung. Wunderschöne Worte, die oft wenig mit der täglich gelebten Realität zu tun haben. Die Zielsetzung ist klar. Das Ergebnis soll die ideale Partnerschaft sein, in der alles Negative wie weggezaubert existiert.

Im realen Alltag begegnen sich zwei Menschen mit Eifersucht, Lügen, Vorhaltungen und beurteilen sich laufend gegenseitig, um im Fall eines Streites die Oberhand zu behalten.

Wir wollen Zeit gewinnen. Wir wollen Recht behalten. Und wir sagen nein. Wir wollen so wenig Kompromisse wie möglich eingehen. Ja sagen bedeutet Schwäche zeigen und nachgeben. Ja sagen, damit kein Stillstand entsteht. Ja sagen, damit es weiter geht. Ja sagen bedeutet mitunter auch den falschen Weg akzeptieren.

Wir möchten von den positiven Seiten einer Beziehung profitieren aber die Forderungen der anderen Seite der Münze ignorieren: Die Verantwortung für den anderen wiegt uns schwer. Die geopferte Zeit und die investierten Gedanken und Gefühle lassen sich in keiner Steuererklärung aufführen. Wie schade. Doch die Liebe gibt es nicht ohne den Liebeskummer. Das Lachen gibt es nicht ohne die Tränen. Das Glück gibt es nicht ohne den Schmerz. Die Gesundheit wäre alleine ohne die Krankheit. Es gilt, alles zu akzeptieren.

Den Partner schonen?

Alle Ratgeber kommen mit den üblichen Ratschlägen daher. Anfangs hat man spontan, lustig, redegewandt und schlagfertig zu sein. Man stellt dem Partner Fragen, um herauszufinden, was er möchte und um sich richtig verhalten zu können. Es gilt, wenig von sich und seiner Vergangenheit zu erzählen. So verschont man den anderen und hebt sich die Katastrophen aus der Lebensgeschichte für später auf. Es fällt leichter später ehrlich zu sein, wenn man weiß, der andere ist schon an der längeren oder kürzeren Leine des Verliebtseins. Offenheit nach einer Zeit der Zweisamkeit bedeutet somit nicht gleichsam das Ende der Partnerschaft.

So glänzen wir also weiterhin vom ersten Satz an nicht mit der rissigen Oberfläche unserer Vergangenheit, sondern tragen die hochglanzpolierte, aalglatte, lächelnde Selbstsicherheit zur Schau, die ein ruhiges Gewissen verleiht. Wir lügen. Das ist falsch.

Ehrlichkeit und Vertrauen

Wie soll aus Liebe Vertrauen erwachsen? Ist das Fundament der Liebe mit Lügen gezimmert, kann es das Vertrauen nach mehreren Jahren der Partnerschaft kaum tragen. Erwachsen aus dem Stamm des Baumes der Liebe keine Vertrauensäste, so wird der Baum weder Blätter noch Früchte tragen. Es entstehen kaum weitere Bäume der Liebe.

So geht in Euch, Ihr zukünftigen Liebenden. Vertraut Eurem Date beim ersten Treffen alles an, was Ihr an Problemen all die Jahre angesammelt habt. Ist Euer Gegenüber ein Mensch, den Probleme nicht einschüchtern, sondern anregen diese gemeinsam mit Euch zu lösen, so seid Ihr angekommen.

Jeder Mensch ist auf der Suche. Nach dem einen, richtigen Partner unter Millionen. Lügen und verschweigen wir gleich eingangs, so verlieren wir wertvolle Zeit. Bis die Lügen über die eigenen, kurzen Beine stolpern. Und wir – wieder einsam – erkennen, wir haben uns geirrt und der Partner ebenfalls. Und so beginnen wir unsere Suche von vorne oder resignieren. Möge die Ehrlichkeit siegen. Sie ist zusammen mit der Liebe das Fundament, auf dem sich Vertrauen bilden kann. Das Geheimnis jahrzehntelanger oder lebenslanger Partnerschaft!

© 2013 Hans-Jürgen John

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Fremdenfeindlichkeit und Fremdenvorsicht von Hans-Jürgen John

Man begegnet ihr überall. Der Fremdenfeindlichkeit. In der Erziehung, auf den Straßen, in den Medien, als Mittel zum Zweck in der Politik, als ureigenen instinktiven Verteidigungsmechanismus und bei Zuwanderungsdiskussionen, wenn die Wertschöpfung scheinbar in Gefahr gerät.
Zusammengefasst und reduziert auf das Wesentliche handelt es sich um ein zwischenmenschliches Problem. Unbekanntes trifft auf unser Ego und wird vorsichtig bis feindselig beäugt – bevor es uns schaden kann.

Ich stelle mir vor, wie vor Jahrhunderten und Jahrtausenden gewaltbereite, fremde Horden in die Lebensgemeinschaft friedlicher Bürger einfielen und deren Hab und Gut zerstörten, Todesangst hervorriefen und damit den Grundstein zur Fremdenfeindlichkeit heute legten.

Was sagt unser allgegenwärtiger Ratgeber https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindlichkeit dazu?

Fremdenfeindlichkeit, gelegentlich auch Xenophobie – griechisch ξενοφοβία „Fremdenangst“, von ξένος xénos „Fremder“ und φοβία phobia „Angst“, „Furcht“), bezeichnet eine ablehnende, ausgrenzende oder feindliche Haltung gegenüber Personen oder Gruppen, die als andersartig gesehen werden. Dabei kann die Ablehnung mit echten, vermeintlichen oder angeblichen sozialen, religiösen, ökonomischen, kulturellen oder ethnischen Unterschieden begründet werden.”

O.k., so genau wollte ich das nun auch wieder nicht wissen. Die wohlformulierte, wissenstriefende, fachlich fundierte Meinung kommt klar und kalt und ohne Emotionen daher. Das ist wohl auch notwendig. Emotionen werden verwendet, um Stimmungen für oder gegen etwas zu machen. Um objektiv etwas beurteilen zu können, braucht es klare Gedanken und Worte.

Wie war denn das also noch einmal? Unsere Urvorfahren waren schon sesshaft und planten ein erfülltes und gemächliches Leben auf der Grundlage von Ackerbau und Viehzucht und dann kamen ein paar vagabundierende Räuber und nahmen ihnen kurz vor dem Winter die Ernte des ganzen Sommers ab. Solche Ereignisse, auch wenn sie nur als verharmlosendes Beispiel daherkommen, – die Wirklichkeit war sehr viel brutaler – lassen verstehen, wieso wir Fremdem gegenüber misstrauisch bis feindlich eingestellt sind.

Was wir kennen – Menschen, die unsere Sprache sprechen, unsere Hautfarbe haben, uns ähnlich sehen und gleiche Sitten und Gebräuche pflegen – können wir einschätzen. Sie sind uns vertraut. Wir können damit umgehen. Das Andersartige lässt uns vorsichtig werden und wir bauen ihm eine höhere Hürde, bis es unser Vertrauen gewinnt als anderen.

Jeder Mensch ist mit der Möglichkeit des Vertrauens, der Liebe und auch des Hasses und des Misstrauens ausgestattet. Wie ein Akademiker beim Einsortieren seiner Buchlektüre stehen auch wir vor den Regalen unseres Verhaltens. Alles Fremde – das können Menschen sein, die Asyl suchen oder einfach der Unbekannte auf der Straße – legen wir unter der Rubrik Vorsicht oder Misstrauen oder fremd und feindlich ab.

Und doch muss man uns zugute halten, dass wir schnell Vertrauen fassen und diese Kategorisierung umstellen können. Wir sind lernfähig. Wegen ein paar Asylanten, die Straftaten begehen verurteilen wir nicht alle pauschal. Fremdenfeindlichkeit ist eigentlich Fremdenvorsicht.

Sehen wir uns die Sache genauer an. Die Asylanten flüchten – ob vor wirtschaftlicher Not oder politischer Verfolgung ist dem Christen in uns erst einmal egal.  Sie sind fremd in ihrem Heimatland oder fühlen sich so dort. Gibt es einen stärkeren Grund, ihnen unsere Hilfe und unsere Hände zu reichen? Wohl kaum. Letztlich fühlen wir uns wohl, wenn wir helfen dürfen. Eigentlich haben wir ein schlechtes Gewissen, weil es uns gut geht. Es zwickt uns, wenn wir die Hungernden in Afrika sehen oder die Opfer der wiederkehrenden Naturkatastrophen auf den Philippinen. Wir sind froh zumindest den wenigen helfen zu können, die es bis an unsere Grenzen schaffen.

Es soll schon Länder geben, die Asylanträge nicht mehr in ihren Botschaften annehmen. Wenn uns die Angst dazu verführt, uns einzumauern in unserem Reichtum und unsere Hände nicht mehr Mitgefühl und Nahrungsmittel verteilen, sondern Hass transportieren, dann schämen wir uns für uns.

© 2013 Hans-Jürgen John

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Thomas Minder kämpft gegen Millionengeschenke an Manager (3) von Hans-Jürgen John

Es war am 03. März 2013 soweit. Die Volksinitiative “gegen die Abzockerei” brachte 67,99 % Ja-Stimmen. Laut Wikipedia ist dies die drittgrößte Zustimmung zu einer Volksinitiative überhaupt. Wikipedia: “Dass das Schweizer Stimmvolk eine Volksinitiative annimmt, kommt eher selten vor: Seit deren Einführung 1891 wurden erst deren 20 angenommen. Seit 1966 kamen über 160 Volksinitiativen zustande, über 100 davon kamen zur Abstimmung, aber nur 13 davon wurden in der Volksabstimmung angenommen.”

So geht es jetzt an die Nachlese der Abzockerinitiative. Thomas Minder ist in aller Munde.

Ich zitiere aus Teil eins des Artikels “Thomas Minder kämpft gegen Millionengeschenke an Manager.”

“Radikal neu ist eine strafrechtliche Verfolgung bei Verstößen gegen die Bestimmungen der Abzocker-Initiative. Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren und Geldstrafen bis zu sechs Jahresgehältern. Justitia begehrt Einlass in die geheiligten Penthousewohnungen der Firmenspitzen. Das finanziell warm ausgestattete Aussichtsnest an der Unternehmensspitze von AGs, die an der Börse notiert sind, wird ungemütlich.”

Ich zitiere aus Teil zwei dieses Artikels:

“Kommentar: Ich gebe zu, meine Sympathie gehört Thomas Minder in dieser Sache. Sein jahreslanges Engagement und – ja man muss sagen sein Kampf gegen alle Versuche ihn zu überzeugen, ihm Steine in den Weg zu legen, ihn zu stoppen – selbst aus höchsten politischen Kreisen – hat meine Hochachtung. 

Die Zeiten ändern sich. Der Wind hat sich gedreht. Jeder, der tagtäglich seine Arbeit verrichtet und leistungsgerecht bezahlt wird, wird gegen die Selbstbedienungspraxis an Aktionärsgeldern vorgehen wollen. Die Mehrheit entscheidet. Nicht mehr eine elitäre Minderheit. Dies wird sich in allen gesellschaftlichen Bereichen weiter durchsetzen. Rechthaben und Geldhaben sind verschiedene Dinge und im Rechtsstaat zu trennen. Thomas Minder ist parteilos. Er lässt sich nicht von einer politischen Gruppierung vor den eigenen Karren spannen. Hat seine Abzocker-Initiative Erfolg, so wäre ihm zur Gründung einer eigenen Partei zu raten. Seine uneigennützige hartnäckige Vorgehensweise in dieser einen Sache würde ihm Zulauf von Wählerinnen und Wählern von links bis rechts bringen.”

Und Thomas Minder ruht sich nicht nach seinem Erfolg aus. Er fühlt sich berufen, weitere “heiße Eisen” anzufassen. «Etliche Leute fordern mich auf, nun gegen die völlig unbegreiflichen goldenen Fallschirme beim Staat vorzugehen.»  (Zitat aus dem Tagesanzeiger). Auch die hohe Einwanderung ist sein Thema. Man darf gespannt sein, ob der parteilose Thomas Minder ein Einzelkämpfer bleibt, sich einer Partei anschließt oder eben eine eigene politische Gruppierung gründet, wie Johntext geraten hatte.

© 2013 Hans-Jürgen John

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Vorwärts fahren und in den Rückspiegel schauen! von Hans-Jürgen John

Ich bedauere sehr, dass ich nicht schon als Kind Tagebuch geschrieben habe. Zum einen hätte ich dann all die Geschehnisse, die zu mir und meinem Leben gehören en détail parat.

Zum anderen stelle ich mir vor, dass so manche Konfliktsituation in der Eltern-Kind-Konstellation sich leicht entschärfen ließe. Eltern lesen die Tagebücher ihrer Kinder und können so behutsam Schwerpunkte in der Erziehung anpassen. Nicht? Wie sollen sie dann wissen, welche Probleme ihr introvertiertes Kind beschäftigen? Geht hier die Privatsphäre oder der Schutz des Kindes vor? Letzteres.

Die schwierige Lebenssituation, in der beide Elternteile arbeiten (arbeiten müssen, weil ein Lohn kaum ausreicht, um die Familie zu ernähren) und ihre Kinder (sogenannte Schlüsselkinder) nach Hause kommen und alleine das Essen zubereiten oder gleich zu Mac Donalds gehen lässt wenig Spielraum für Experimente. Diese Kinder werden früh selbstständig. Die Gefahr, dass sie mangels Anleitung und Beschäftigung in schlechte Gesellschaft kommen ist gleichwohl hoch.

Sind beide Elternteile zu Hause, wenn die Kinder von der Schule kommen, ist dies auch nicht der Idealfall. Komplette Supervision und Anleitung den ganzen Tag hindurch verhindert, dass solche Kinder selbstständig werden.

Der ganze Tagesablauf wird mitunter überregelt. Ein solches Kind war ich.”Autoritär behütet” bin ich aufgewachsen. Dieser Begriff trifft meine Kindheit am ehesten. Ein Kind trägt schwer an autoritärer Strenge. Wie will es verstehen, dass es zu Hause über Büchern sitzen muss, während die Spielkameraden hinter dem Fußball hinterherjagen oder am Baggersee die Seele baumeln lassen? Und welchen Zweck soll es haben, über Büchern zu sitzen aber mit den Gedanken bei den Freunden in der Freizeit zu sein? Keinen.

Und doch bin ich meinem Vater dankbar. Ich bin kein oberflächlicher Typ geworden. Zu viel Tiefgang schadet nur in seichten Gewässern. Auf hoher See bringt hoher Tiefgang Stabilität ins Schiff und Sicherheit bei gewagten Manövern. Die Navigation in schwerer See fällt mir mitunter leichter als anderen. Schicksalsschläge drücken mich tief und belasten jeden Lebensmoment aber lassen mich nicht ertrinken. Ich bin stabil nach innen und labil nach außen. Umgekehrt wäre es schlimmer.

Immer wieder muss ich an die Aussagen meines Vaters denken. Er lebt weiter durch sie. Über die Schule meinte er immer und immer wieder: “Was Du gelernt hast, kann Dir niemand nehmen.” Als ich schon älter war, mussten wir einen Aufsatz über den Sinn von Sprichwörtern schreiben. Ich kam zu dem Ergebnis, dass sie zu allgemein gefasst seien, als das sie ungeprüft auf jede scheinbar passende Situation angewendet werden könnten. Und doch wären sie eine große Hilfe für jene Menschen, die steuerlos im Lebensmeer treiben und jede Boje als Rettungsinsel und Verschnaufpunkt sehen.

Die Aussagen meines Vaters waren situationsbezogen und nicht immer ernst gemeint. Tat ihm jemand einen kleinen Gefallen, so sagte er schalkhaft: “Gott wird Dir danken.” War es bei ihm an der Reihe etwas für andere zu tun, meinte er danach augenzwinkernd: “Mit einem Danke kann ich meine Kinder nicht verhalten.”

Auch zu Geschenken hatte er seine Meinung. “Nichts nehmen und nichts geben.” Ein um das andere Mal wiederholte er das, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Geschenke waren für ihn ein Mittel, um Menschen sich gewogen zu machen, also überflüssig.

Wenn ich so zurückdenke, haben mir seine Aussagen so manches Mal geholfen. Mein Verhalten wurde davon beeinflusst. Immer nur nach vorne zu schauen ist nicht nur im Straßenverkehr gefährlich. Oft hilft der Blick zurück in die Vergangenheit und die Frage: Wie hätte sich meine Mutter / mein Vater in dieser Situation verhalten?

© 2013 Hans-Jürgen John

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Wegweiser durchs Leben

Wir beginnen jeden neuen Tag in der Gegenwart. Und wir nehmen jeden Tag ein wenig Erfahrung und Wissen und Ratschläge aus dem Erlebten in die nächsten Tage mit. Wir lernen. Ob wir es wollen oder nicht. Einen Teil des Erlebten dürfen wir vergessen, indem wir schlafen und Geschehnisse verarbeiten und am nächsten Morgen sind nur die wichtigsten Erinnerungen in unserem Bewusstsein parat, um uns durch die Anforderungen in Beruf und Privatleben zu schleusen.

Die wohl wichtigsten Bezugspersonen eines Menschen sind seine Eltern. Als Kind verbringt er viel Zeit mit ihnen und ahmt die Verhaltensweisen der Eltern nach und wird von ihnen geprägt.

Nun begegnen uns im Leben vielerlei Situationen. Wieso verhalte ich mich so, wie ich mich verhalte? Unverwechselbar. Als würde ich unsichtbaren Wegweisern und Hinweisschildern folgen. Ich stelle mir vor, dass meine Eltern diese Wegweiser oder Lebenshilfen in der Hoffnung aufgestellt haben, dass ich mich zur rechten Zeit ihrer erinnere.

Vor allem mein Vater hatte diese Art, von ihm erprobte Verhaltensweisen in kurze Sätze zu packen und sie bei passenden Gelegenheiten wieder und wieder vorzutragen. So war seine Sicht auf Frauen zwiespältig. “Eine schöne Frau gehört Dir nie alleine”, pflegte er zu sagen, wenn es in einer Fernsehserie um Liebe, Streit, Eifersucht und Seitensprünge ging. Aus heutiger Sicht versuche ich mir vorzustellen, dass er dies sagte, um mir auf dem weiteren Lebensweg zu helfen. Ich muss dazu sagen: Meine Eltern wurden nie geschieden.

Schöne Frauen sind bei den Männern begehrt. Mit einer unattraktiven Frau zusammenzuleben erhöht demnach – um es zu Ende zu denken – die Chance – mangels Konkurrenz – noch nach Jahrzehnten mit der gleichen Partnerin zusammen zu sein. Solchen Sprüchen zu folgen, ohne sie zu hinterfragen, kann aber auch in der Sackgasse Einsamkeit oder Unglücklichsein enden.

“Verliebe Dich nie in eine reiche Frau.” Dieser Satz alleine macht wenig Sinn, ohne meinen Vater und seine Ansichten zu kennen. Er war der Ansicht, dass eine Heirat, um den sozialen Status zu verbessern überflüssig sei. Der männliche Part würde von seiner Ehefrau abhängig und da sie immer denken müsste, ihr Partner habe sie aus finanziellen Gründen gewählt, sei die Verbindung im vorne herein mit einer Sollbruchstelle versehen und zum Scheitern verurteilt. Das hört sich rational an und es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob Gefühle sich vom Verstand steuern lassen (sollten). Immerhin zeigt die Erfahrung, dass es viele glückliche Beziehungen auch mit grossem finanziellen Gefälle gibt.

© 2013 Hans-Jürgen John

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Spurensuche von Hans-Jürgen John

Eine Gnade und Möglichkeit, die vielen Vertriebenen zu Lebzeiten verwehrt blieb, war die Reise hinter den Eisernen Vorhang in die frühere Heimat. Ich begleitete meinen Vater Richard John nach Polen Jahre, nachdem West- und Ostdeutschland wiedervereint waren.

Es war teils eine Reise in die Vergangenheit – wir trafen eine alte Frau an, die in einer Hütte neben dem Elternhaus meines Vaters lebte und ihn aus ihrer gemeinsamen Jugendzeit kannte. Und es war teilweise eine Reise zu unveränderten und ihm vor nahezu 60 Jahren bekannten Gegebenheiten wie Pferdefuhrwerke auf mitunter unbefestigten Straßen.

An der Stelle des Elternhauses meines Vaters war ein anderes Gebäude errichtet. Scheu winkten die Bewohner aus den Fenstern uns zu. Sie wussten nicht, wer wir waren und wir drängten uns nicht auf. Es beschäftigte meinen Vater sichtlich. Die Vergangenheit hielt mit ihm Zwiesprache. “Wäre der Krieg nicht gewesen, wäre ich wohl noch immer hier”, sagte er und ließ den Blick wandern zum Waldrand und über die Felder, die abgeerntet waren. Und es war nicht sicher, ob er traurig darüber war oder nicht.

Mein Vater war noch mehrmals in Polen. Er traf dort Verwandte und Bekannte. Eine Reise in die Vergangenheit, wenn die Zukunft im längst erreichten Rentenalter Zeit zur Besinnung lässt und die Erinnerung mit der Gegenwart zusammenfließt.

Ich erinnere mich an Ferien in Lodz mit Nachkommen früherer Nachbarn meines Vaters. Fröhliche und aufgeweckte Menschen, die von den Schatten des Krieges und Geschichten darüber wenig wissen möchten und in die Zukunft schauen. Und das ist gut so.

Doch wie kann man anders weiter Krieg verhindern, wenn man nicht über ihn redet? Ihn, der sich in der Menschheitsgeschichte mit Gewalt, Gräuel, Mord und unendlichem Leid festgeschrieben hat und es über die Jahrtausende immer wieder schafft, neue Täter und Opfer hervorzubringen. Doch kehren wir die Tatsachen nicht um. Die Menschen sind es, die sich seiner bedienen und nicht umgekehrt. Und so ist es nur folgerichtig, wenn sie unter seinen Folgen leiden. Vielleicht gewinnen sie nur so die Energie, um sich von ihm immer wieder zu distanzieren?

Wäre der Krieg nicht gewesen, wäre mein Vater nicht verwundet worden, wäre er nicht aus Polen vertrieben worden, hätte er meine Mutter nicht getroffen, wäre ich nicht geboren worden.

Wäre ich nicht geboren worden … sicher hätte ich das verkraftet, wenn es den Krieg dafür nicht gegeben hätte. Was wäre wenn … .

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Thomas Minder kämpft gegen Millionengeschenke an Manager (1) von Hans-Jürgen John

Immer wieder liest man von der “Volksinitiative gegen Abzockerei” oder der “Minder-Initiative”. Das dürfte so bis zum 03. März 2013 weiter gehen. Dann nämlich stimmen die Schweizer Bürgerinnen und Bürger darüber ab. Die Abzocker-Initiative des Thomas Minder wird von John P. Matthew aus Mumbai / Indien (früher Bombay) in seinem Artikel “Need to Curb Salaries of Directors in India” aufgegriffen und gelobt und zur Nachahmung in Indien empfohlen.

Worum geht es? Gegen Abzockerei? Dagegen sind wir doch alle. Wer wird abgezockt? Die Unternehmensinhaber, die Aktionäre. Millionen an Tantiemen, die an  Manager ausbezahlt werden, fehlen spätestens bei der Dividendenausschüttung.

Worum geht es im Einzelnen? Das wissen am besten die Initiatoren der Abzocker-Initiative. Hier deshalb der Wortlaut von deren Webseite (www.abzockerinitiativeja.ch):

“In den letzten Jahren sind die Vergütungen des Topmanagements in börsenkotierten Unternehmen geradezu explodiert. Millionengehälter sind zum Standard geworden. Ein CEO kassierte sogar ungerührt ein Gehaltspaket von 90 Millionen Franken. Dabei sind Vergünstigungen (Gratis Firmenautos und Flugreisen, private Nutzung von Firmenjets und Helikopter etc) nicht eingerechnet.

Bereicherung stoppen! Die Abzockerinitiative auch Minderinitiative genannt verlangt, dass der Eigentümer (Aktionär/-in) an der Generalversammlung über die Gesamtsumme aller Entschädigungen des Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und des Beirates abstimmen kann. Nicht mehr Kollegen und Freunde sollen den individuellen Lohnbestimmen, sondern die Generalversammlung wählt unabhängige Mitglieder in den so genannten Vergütungsausschuss.

Mit dem Verbot von Abgangsentschädigungen, Begrüssungsmillionen und Prämien bei Firmenkäufen und -verkäufen wird auch diesen Untugenden ein Riegel geschoben.

Mit der Abschaffung der Organ- und Depotstimmrechtsvertretung sowie der Stimmpflicht der Pensionskassen werden die Rechte der „echten“ Aktionäre gestärkt.

Bei Widerhandlung drohen Freiheitsstrafen bis zu 3 Jahren und Geldstrafen bis zu 6 Jahresvergütungen.

Diese Initiative betrifft nur im In- oder Ausland börsenkotierten Schweizer Firmen. Alle anderen Aktiengesellschaften sind nicht betroffen.”

Soweit die Vorstellung der Ziele der Initiative.

Was ist neu und wieso schreckt die ansonsten innovativ orientierte Wirtschaft ebenso wie die Politik vor diesen Neuerungen zurück?

Die Gegeninitiative kann sich auf gut gefüllte Millionenkassen stützen, während Thomas Minder mit Spenden und Geld aus seinem Vermögen arbeitet.

Radikal neu ist eine strafrechtliche Verfolgung bei Verstößen gegen die Bestimmungen der Abzocker-Initiative. Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren und Geldstrafen bis zu sechs Jahresgehältern. Justitia begehrt Einlass in die geheiligten Penthousewohnungen der Firmenspitzen. Das finanziell warm ausgestattete Aussichtsnest an der Unternehmensspitze von AGs, die an der Börse notiert sind, wird ungemütlich.

© 2013 Hans-Jürgen John

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