Thomas Minder kämpft gegen Millionengeschenke an Manager (3) von Hans-Jürgen John

Es war am 03. März 2013 soweit. Die Volksinitiative “gegen die Abzockerei” brachte 67,99 % Ja-Stimmen. Laut Wikipedia ist dies die drittgrößte Zustimmung zu einer Volksinitiative überhaupt. Wikipedia: “Dass das Schweizer Stimmvolk eine Volksinitiative annimmt, kommt eher selten vor: Seit deren Einführung 1891 wurden erst deren 20 angenommen. Seit 1966 kamen über 160 Volksinitiativen zustande, über 100 davon kamen zur Abstimmung, aber nur 13 davon wurden in der Volksabstimmung angenommen.”

So geht es jetzt an die Nachlese der Abzockerinitiative. Thomas Minder ist in aller Munde.

Ich zitiere aus Teil eins des Artikels “Thomas Minder kämpft gegen Millionengeschenke an Manager.”

“Radikal neu ist eine strafrechtliche Verfolgung bei Verstößen gegen die Bestimmungen der Abzocker-Initiative. Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren und Geldstrafen bis zu sechs Jahresgehältern. Justitia begehrt Einlass in die geheiligten Penthousewohnungen der Firmenspitzen. Das finanziell warm ausgestattete Aussichtsnest an der Unternehmensspitze von AGs, die an der Börse notiert sind, wird ungemütlich.”

Ich zitiere aus Teil zwei dieses Artikels:

“Kommentar: Ich gebe zu, meine Sympathie gehört Thomas Minder in dieser Sache. Sein jahreslanges Engagement und – ja man muss sagen sein Kampf gegen alle Versuche ihn zu überzeugen, ihm Steine in den Weg zu legen, ihn zu stoppen – selbst aus höchsten politischen Kreisen – hat meine Hochachtung. 

Die Zeiten ändern sich. Der Wind hat sich gedreht. Jeder, der tagtäglich seine Arbeit verrichtet und leistungsgerecht bezahlt wird, wird gegen die Selbstbedienungspraxis an Aktionärsgeldern vorgehen wollen. Die Mehrheit entscheidet. Nicht mehr eine elitäre Minderheit. Dies wird sich in allen gesellschaftlichen Bereichen weiter durchsetzen. Rechthaben und Geldhaben sind verschiedene Dinge und im Rechtsstaat zu trennen. Thomas Minder ist parteilos. Er lässt sich nicht von einer politischen Gruppierung vor den eigenen Karren spannen. Hat seine Abzocker-Initiative Erfolg, so wäre ihm zur Gründung einer eigenen Partei zu raten. Seine uneigennützige hartnäckige Vorgehensweise in dieser einen Sache würde ihm Zulauf von Wählerinnen und Wählern von links bis rechts bringen.”

Und Thomas Minder ruht sich nicht nach seinem Erfolg aus. Er fühlt sich berufen, weitere “heiße Eisen” anzufassen. «Etliche Leute fordern mich auf, nun gegen die völlig unbegreiflichen goldenen Fallschirme beim Staat vorzugehen.»  (Zitat aus dem Tagesanzeiger). Auch die hohe Einwanderung ist sein Thema. Man darf gespannt sein, ob der parteilose Thomas Minder ein Einzelkämpfer bleibt, sich einer Partei anschließt oder eben eine eigene politische Gruppierung gründet, wie Johntext geraten hatte.

© 2013 Hans-Jürgen John

Hans-Jürgen John ist auf Twitter, auf Facebook und bloggt u.a. auf Johntext Schweiz.

Geld- und Goldanlagen

Am 30.09.2011 schrieb Johntext über Geldanlagen unter dem Titel “Seltsame Dinge geschehen (1)” . Johntext warnte vor Anlagen in Gold. Seit einem halben Jahr fällt nun der Goldpreis kontinuierlich.

Zitat aus obigem Artikel:

“Das Vertrauen in Gold steigt entsprechend dem Misstrauen der Menschen in die Angaben ihrer Kontoauszüge. Unsere Spareinlagen sollen über Jahrzehnte hinweg per Zinsertrag automatisch gestiegen sein? Eine ewiglich goldene Eier legende Henne also? Prüfe jeder, ob die Eier lediglich vergoldet sind!

Wehe uns Sparern, wenn alle gleichzeitig an einem Tag zu den Banken laufen und ihr Geld abheben möchten. Es wird sich herausstellen, dass die Zahlen auf den Kontoauszügen die Schuld der Bank uns gegenüber belegen – keinesfalls aber die sofortige Auszahlung garantieren. Eine staatliche Garantie auf die Sicherheit der Spareinlagen? In Zeiten von drohenden Staatsbankrotten und Geberländern, die sich finanziell so selbst schwächen, ungenügend.

Banken investieren. Banken machen neben Gewinnen auch Verluste. Seien wir realistisch. Der steigende Goldpreis gibt die Verlustängste vieler Menschen wieder. Ein für alle sichtbares Fieberthermometer.

Gold jetzt kaufen und damit die Gewinne der Spekulanten finanzieren, die den Goldpreis weiter in die Höhe treiben?
Nein! Der hart erarbeitete Lohn unserer Hände und Köpfe verdient einen sicheren Hafen. Niemand würde je auf die Idee kommen, ernsthaft in Fieberthermometer zu investieren.”

Am 01.10.2011 unterstrich Johntext noch einmal den negativen Ausblick auf Goldanlagen in “Seltsame Dinge geschehen (2) :

“Je höher der Goldpreis, umso grösser der Wert der staatlichen Goldreserven überall auf der Welt. Umso wahrscheinlicher der Fall, dass die eine oder andere Volkswirtschaft ihre Staatskasse durch den tonnenweisen Verkauf des gelben Metalls aufbessern möchte. So schnell wie der Kurs dann in die Tiefe rauscht und Deine Wertanlage vernichtet kannst Du gar nicht verkaufen.”

Johntext riet letztlich zum Kauf von günstigen Landwirtschaftsflächen. Aufgrund der stetig wachsenden Erdbevölkerung werden Lebensmittel knapper und teurer werden. Länder, die jetzt noch exportieren, sind aufgrund der Bildung eines breiten Mittelstandes (Eigenverbrauch) im eigenen Land bald weniger an Ausfuhren von Lebensmitteln interessiert. Fazit: Lebensmittelpreise werden steigen und damit der Wert der Anbauflächen.

© 2013 Hans-Jürgen John

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Jeder kann ein Held sein! von Hans-Jürgen John

Was haben Sylvester Stallone, Chuck Norris, Will Smith, Steven Seagal, Bruce Willis und Jean-Claude van Damme gemeinsam? Klar, sie machen Filme, sind populär und bekannt wie die berühmten bunten Hunde. Für unsere Unterhaltung retten sie immer wieder mal ihre Ehre und Menschenleben. Sie bewahren ganze Städte vor der Willkür von Terroristen und retten sogar die Welt vor Zerstörung und Vernichtung.

Doch schalten wir den Fernseher ab oder verlassen wir das Kino, sind sie ausgeblendet. Wir sind wieder in unserer Welt, unserer Wirklichkeit, in der diese Helden der Leinwand nur Filmschauspieler sind und womöglich in ihrem ganzen Leben nicht einen Menschen vor dem Tod gerettet haben. Helden der Leinwand.

Wer möchte nicht selbst einmal ein Held sein, Großes vollbringen und sich aus dem Alltag hervorheben? Doch wie soll das gehen, ohne den Beruf zu wechseln und Feuerwehrmann, Arzt oder Polizist zu werden?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass es weltweit circa 1 Million Selbsttötungen pro Jahr gibt. Die Zahl der Suizidversuche wird 10 bis 20 mal höher eingeschätzt. Quelle: Wikipedia

Wo liegen die Gründe? Die existenziellen Grundbedürfnisse sind zumindest hier in Europa weitestgehend gedeckt. Die meisten Menschen hier haben Wohnung, Essen und Kleidung. Der Kampf ums tägliche Brot ist kein Kampf mehr wie vor Jahrzehnten und Jahrhunderten und Jahrtausenden. Die Dinge, die unseren Lebenswillen täglich herausfordern und trainieren sollen fallen weg.

Wir sind zu Menschen auf der Suche nach dem Sinn geworden. Die einen finden ihn im Glauben, die anderen in der Liebe zu einem Partner, den dritten genügt die Sorge um die Familie, um die eigene Existenz jeden Tag von Neuem zu bejahen. Wieder andere sind sich selbst genug und kämen nie auf die Idee dem Tod die Arbeit abzunehmen und an sich selbst Hand anzulegen.

Und doch kann jeder von uns so einfach seinem Leben eine Wendung, einen Sinn geben, wenn die Probleme überhand zu nehmen drohen und wir nicht weiter wissen und wollen.

Die Menschheit hat sich auf diesem Planeten nur aus einem Grunde gegen die anderen Arten durchgesetzt. Menschen haben die Möglichkeit Mitgefühl zu empfinden. Anderen zu helfen gibt vielen mehr Lebensqualität, als wenn sie nur sich selbst als Gegenüber hätten.

Nun gibt es jedes Jahr in Deutschland circa 10.000 Fälle von Leukämie. In vielen Fällen hilft nur noch eine Knochenmarkspende. Es ist sehr leicht, sich registrieren zu lassen. Infos bietet zum Beispiel in Deutschland die “DKMS” an. In der Schweiz bietet diesen Service Die Stiftung zur Förderung der Knochemarktransplantation an.

Wenn sie also auf der Suche nach einem Halt im Leben sind, wäre das eine Möglichkeit ihrem Leben einen Sinn zu geben. Sie können mit einfachsten Mitteln das Leben eines Menschen retten! Damit stellen sie die ganzen Filmstars auf der Leinwand in den Schatten. Ist bekannt, welcher von den Genannten sich als Knochenmarkspender registrieren ließ?

Es gibt nichts schöneres, als anderen Menschen zu helfen! Als Bruder eines Selbstmörders würde ich mir nie das Leben nehmen, denn ich weiss, wie viel Leid damit über die Angehörigen kommt. Entdecken Sie das Potential in sich anderen zu helfen. Es gibt viele Möglichkeiten Gutes zu tun. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

© 2013 Hans-Jürgen John

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Spurensuche von Hans-Jürgen John

Eine Gnade und Möglichkeit, die vielen Vertriebenen zu Lebzeiten verwehrt blieb, war die Reise hinter den Eisernen Vorhang in die frühere Heimat. Ich begleitete meinen Vater Richard John nach Polen Jahre, nachdem West- und Ostdeutschland wiedervereint waren.

Es war teils eine Reise in die Vergangenheit – wir trafen eine alte Frau an, die in einer Hütte neben dem Elternhaus meines Vaters lebte und ihn aus ihrer gemeinsamen Jugendzeit kannte. Und es war teilweise eine Reise zu unveränderten und ihm vor nahezu 60 Jahren bekannten Gegebenheiten wie Pferdefuhrwerke auf mitunter unbefestigten Straßen.

An der Stelle des Elternhauses meines Vaters war ein anderes Gebäude errichtet. Scheu winkten die Bewohner aus den Fenstern uns zu. Sie wussten nicht, wer wir waren und wir drängten uns nicht auf. Es beschäftigte meinen Vater sichtlich. Die Vergangenheit hielt mit ihm Zwiesprache. “Wäre der Krieg nicht gewesen, wäre ich wohl noch immer hier”, sagte er und ließ den Blick wandern zum Waldrand und über die Felder, die abgeerntet waren. Und es war nicht sicher, ob er traurig darüber war oder nicht.

Mein Vater war noch mehrmals in Polen. Er traf dort Verwandte und Bekannte. Eine Reise in die Vergangenheit, wenn die Zukunft im längst erreichten Rentenalter Zeit zur Besinnung lässt und die Erinnerung mit der Gegenwart zusammenfließt.

Ich erinnere mich an Ferien in Lodz mit Nachkommen früherer Nachbarn meines Vaters. Fröhliche und aufgeweckte Menschen, die von den Schatten des Krieges und Geschichten darüber wenig wissen möchten und in die Zukunft schauen. Und das ist gut so.

Doch wie kann man anders weiter Krieg verhindern, wenn man nicht über ihn redet? Ihn, der sich in der Menschheitsgeschichte mit Gewalt, Gräuel, Mord und unendlichem Leid festgeschrieben hat und es über die Jahrtausende immer wieder schafft, neue Täter und Opfer hervorzubringen. Doch kehren wir die Tatsachen nicht um. Die Menschen sind es, die sich seiner bedienen und nicht umgekehrt. Und so ist es nur folgerichtig, wenn sie unter seinen Folgen leiden. Vielleicht gewinnen sie nur so die Energie, um sich von ihm immer wieder zu distanzieren?

Wäre der Krieg nicht gewesen, wäre mein Vater nicht verwundet worden, wäre er nicht aus Polen vertrieben worden, hätte er meine Mutter nicht getroffen, wäre ich nicht geboren worden.

Wäre ich nicht geboren worden … sicher hätte ich das verkraftet, wenn es den Krieg dafür nicht gegeben hätte. Was wäre wenn … .

© 2013 Hans-Jürgen John

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