Konfliktlösung im privaten und politischen Bereich von Hans-Jürgen John

Es gibt Menschen, die sind füreinander bestimmt und es gibt Menschen, die sind dafür bestimmt, einander aus dem Weg zu gehen. Letzteres mache ich gerade durch. Seit nunmehr 16 Monaten gehe ich jemandem aus dem Weg. Das schmerzt. Das belastet. Wie ich halt so bin, versuche ich Probleme mit Worten zu lösen. Die andere Seite versucht, das Problem mit Schweigen in den Griff zu bekommen oder einfach dadurch, indem es ignoriert wird.

Zwei unterschiedliche Ansätze. Sehr interessant. Aber tatsächlich so verschachtelt und verfahren, dass eine Lösung nicht in Sicht ist. Was hatte ich John P. Matthew gesagt? “Alle Probleme dieser Welt werden wir nicht lösen können.” Ich möchte dem hinzufügen: Lösungen in Konflikten kann es nur geben, wenn beide Seiten eine Lösung möchten. Aus verschiedenen Gründen – vielleicht um jemanden zu schaden? – ist eine Person nicht willens eine Lösung zu suchen und zu finden. Wieso denn das? Vielleicht, weil sie den Konflikt aufrechterhalten möchte?

Wenn ich nun von diesem kleinen Problem aus meinem persönlichen Bereich auf den seit 43 Jahren währenden Konflikt zwischen den Israelis und den Palästinensern komme… . Darf ich nun die gleiche Frage stellen? Ist hier eine Partei womöglich nicht an einer Beilegung des Konfliktes interessiert und sieht mehr Vorteile darin, das Feuer des Hasses weiter zu schüren? Und welche der beiden Parteien könnte das sein?

Manchmal ist ein Sicherheitsabstand hilfreich. Jeden gewaltbereiten Ehemann trennt man von seiner Ehefrau. Darf dieses Vorgehen auch auf ganze Völker übertragen werden?

Anyway, interessant wäre ein Gentest…. für beide Parteien… Israelis wie Palästinenser…. hilfreich wäre wenn herauskäme, dass es sich hier um einen Bruderkrieg handelt…. einen Konflikt zwischen Verwandten…. und so leichter lösbar, als Probleme zwischen Fremden!

© 2012 Hans-Jürgen John

Hans ist Hans John (@rafaelofirst) auf Twitter und Hans.John.16 auf Facebook. Hans bloggt auf www.johntext.de und www.tage-bau.de .

In eigener Sache … von Hans-Jürgen John

Im Menüpunkt “Europa” hatte Johntext am 07.Oktober 2011 unter dem Titel “Verschuldung als Chance” geraten, den Griechen die Hände zu reichen und ihnen aus der Schuldenkrise zu helfen. So ist es gekommen. Die Hilfe für die Griechen wurde mit ihrem Entscheid in der Eurozone verbleiben zu wollen belohnt.

Nun meldet die renommierte “Neue Zürcher Zeitung” (NZZ) in ihrer Sonntagsausgabe vom 24.Juni 2012 unter dem Header “Die Europäische Union plant den politischen Befreiungsschlag”: “Den EU-Staaten steht ein entscheidender Gipfel bevor. Um den Euro zu stabilisieren, soll die Union neu konstruiert werden – mit Banken-, Fiskal- und Wirtschaftsunion.”

Der Status eines Europa, welches sich auf eine Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt, gemeinsame Währung und Verbrechensbekämpfung beschränkt ist Vergangenheit. Es scheint so, als würden die EU-Staaten unter dem Druck der Schuldenkrise nun als gangbaren Ausweg nationale Kernkompetenzen nach Brüssel verlegen wollen.

Johntext dazu vor ca acht Monaten: “Zum anderen würde die Aktion Geld gegen Verlegung von Kompetenzen nach Brüssel die europäische Idee stärken.”

© 2012 Hans-Jürgen John

Hans-Jürgen John ist auf Twitter, auf Facebook und bloggt u.a. auf Johntext Schweiz.

Verschuldung als Chance v. H.-J. John

Unsere sehr verehrte Bundeskanzlerin Frau Merkel hat richtig entschieden. Ein Europa, in dem sich die Mitgliedsländer die Hände reichen und bei Problemen zusammen stehen wird stark.

Welche weiteren Schritte kommen auf dem Weg weg von der nationalen Kleinstaaterei zu einem europäischen Bündnis, das weltweit in vielen Bereichen politisch und wirtschaftlich anerkannt ist?

Die Homepage der europäischen Gemeinschaft gibt darüber wenig Auskunft. Der Status Quo wird dort ausführlich beschrieben. Es wird klar: Das europäische Haus ist noch im Rohbau. Das Grundstück ist gekauft. Die Mauern stehen. Die künftigen Bewohner sind sich noch nicht schlüssig, in welchem Zimmer sie wie hausen möchten. Eine Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt, gemeinsame Währung und Verbrechensbekämpfung ist beschlossene Sache. Doch wie geht es weiter? Ein grosses Fragezeichen bleibt.

Natürlich fühlen sich die Bürger unwohl. Natürlich beginnen sie auf die zu hören, die ihnen weissmachen möchten Hilfe für Griechenland ist zu Ihrem direkten Nachteil.

Altbundeskanzler Helmut Kohl hatte ein Vision. Er sprach von der deutschen Einheit und einem vereinigten Europa. Er ging nicht auf die Probleme ein, die kommen würden. Probleme werden gelöst, wenn sie da sind. Altbundeskanzler Helmut Kohl hatte eine Vision. Und er liess die Bürger daran teilhaben. So mein Appell an die amtierende Bundesregierung: Sprechen Sie die Bürger direkt an. Sagen Sie uns, welches die nächsten Schritte beim Hausbau Europa sein werden.

Die Bürger lieben Politiker mit Visionen. Den Kritikern einer Politik, die seit Jahrzehnten am Haus Europa baut mag gesagt sein: Bauen sie konstruktiv mit. Liebäugeln sie nicht mit der Aussicht auf Macht zum Schaden der Bürger. Nur eine Regierung, die wir mit unserem Vertrauen stärken, kann die jetzigen grossen Herausforderungen meistern.

Wie geht es weiter mit Griechenland und anderen Ländern, die finanziell in der Not stehen? Deren jetzige Regierungen sind europafreundlich eingestellt. Helfen wir ihnen also.

Könnte man sich also im griechischen Parlament dazu durchringen, den jeweiligen Staatshaushalt grundsätzlich gesetzlich von der Zustimmung des europäischen Parlaments abhängig zu machen? Zum einen wäre die griechische Regierung dann vor dem eigenen Volk nicht mehr der Sündenbock, der Sparmassnahmen beschliesst und bei der nächsten Wahl abgelöst wird. Zum anderen würde die Aktion Geld gegen Verlegung von Kompetenzen nach Brüssel die europäische Idee stärken.

Hans-Jürgen John von Johntext News wünscht Ihnen Kraft und Zuversicht bei allen Vorhaben zum Wohle der Bürger!

© 2011 Hans-Jürgen John

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