Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (9) von H.-J. John und Achim Wendt

Woher kommt die Erkenntnis (2)

Glücklich kann sich schätzen, wer Menschen trifft und kennt, die ihr Wissen und ihre Erfahrung uneigennützig teilen.
Mein älterer Freund erzählte von der grossen Kraft, die in jedem Menschen wohne. Und dass alles in jedem angelegt sei: Glück, Trauer, Leid, Armut, Reichtum, Trennungen und erfüllte Beziehungen. Dass aber viele Menschen dies und ihren Sinn ausserhalb suchen. So wie man zum Trinken in eine Kneipe gehe, obwohl dies auch zuhause möglich sei. Demnach wäre der wochenendliche Besuch in der Disko ebenso überflüssig wie das Reisen in ferne Länder oder die Sinnsuche über eine Partnerschaft.

Wozu weit gehen, wenn alles in uns ist und wir uns nur dessen bewusst werden müssen, um zufrieden und glücklich sein zu können? Keine Feldwege, keine Umwege mehr auf dem Wege zum Glück, sondern gleich die Autobahn?

Das würde für uns und unsere Probleme oder Ziele bedeuten, dass wir der Ursprung von allem sind und somit auch die Lösungen in uns tragen.

Mit dieser Erkenntnis wird sich unser Ziel beziehungsweise die Suche danach grundlegend ändern: Da wir selbst der Ursprung von allem sind, ist sofort klar, wo die Suche beginnen muss, wenn sie Aussichten auf Erfolg haben soll: Bei uns.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (8) von H.-J. John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (8)

Woher kommt die Erkenntnis? (1)

Glückliche Menschen und wissende Menschen haben es leichter.
Gestern Abend kam ein Freund vorbei. Er hat es schwer. Die Freundin hat ihn nach einigen gemeinsamen Jahren verlassen. Anstatt über sie zu reden ging er mich an. Was schreibst du denn da im Internet? Man kann doch keine Probleme lösen, indem man nicht darüber redet. Er schüttelte unwillig den Kopf. Ich begriff. Er brauchte etwas Ablenkung und wollte nicht über seine Freundin reden.

Ich fing an zu erzählen. Wie auch mir geholfen wurde. Wie sich mein Bruder vor Jahren trotz psychologischer Betreuung im dritten Versuch das Leben nahm und ich arbeitslos und gerade frisch geschieden durch die Strassen Ulms in good old Germany irrte.

Ich ging in ein Cafe neben der Volkshochschule (Alberts Cafe), weil dort der Internetzugang umsonst war, wenn man etwas zu trinken bestellte. Ein älterer Herr mit Glatze und gutmütiger Ausstrahlung bediente. Wir kamen ins Gespräch. Im Rückblick kann ich sagen, es war ein Wink des Schicksals. So jemanden hatte ich noch nie getroffen. Einer, der den Menschen ernst nimmt.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (7) von H.-J. John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (7)

Was tun am Gipfel? (2)

Sie gönnen sich keine Ruhe. Warum auch? Nach dem Sechstausender gibt es noch den Achttausender und nach dem Achttausender gibt es die, die Achttausender im Dutzend bestiegen haben. Dabei spielen Sie schon länger mit dem Gedanken an den langsamen Abstieg. Nicht für immer. Nein. Doch vor neuen Zielen und Gipfeln steht der Abstieg von diesem bevor. Sie werden nervös bei der blossen Vorstellung. Sie müssen sich und anderen wieder und immer wieder beweisen, dass Sie noch im Rennen sind, dass die Fäden bei Ihnen zusammen laufen, dass Sie die Zügel in der Hand halten. Warum?

Sie haben lange darauf hingearbeitet und fühlen sich dort am Gipfel wohl. Ihnen ist, als müssten sie andauernd Kies aufschütten, um sich im Vergleich mit all den anderen Gipfeln rundum noch höher, noch grösser erscheinen zu lassen. Sie sind immer noch im Rennen und fühlen sich wohl wie der Windhund, der immer wieder dem künstlichen Hasen hinterher läuft. Ohne ihn je zu erreichen. Der Weg ist schon das Ziel. Sonst könnten Sie doch nach der fünften Million sagen: Ich bin angekommen. Es ist vollbracht. Doch wer möchte das schon.
Drehen Sie sich um. Schauen Sie zurück. Oder nach unten. Haben Sie sich Ihr Ziel selbst erwählt? Wie kamen Sie darauf? Haben Sie die Wertvorstellungen ihrer Mitmenschen übernommen? Nur wer dies und jenes erreicht hat ist akzeptiert?

Wieder und wieder kommen wir zur Planetentheorie (Arbeitstitel). Jahrelang habe ich nach einem einfachen Erklärungsmodell gesucht. Mit dem ich mir helfen kann, Probleme zuerst zu überblicken und dann selbst zu lösen. Es sollte ein Modell sein, das mir hilft mein Problem aus der Ferne zu sehen. Klein, handlich und übersichtlich. Wo es mir selbst nicht gleich gefährlich werden kann.

So wie man zwei, drei Schritte zurück geht, bevor man ein Auto kauft oder die hohen Betriebskosten kritisiert. So wie man etwas Gefährliches wie Löwen in Südafrika lieber aus der Distanz mit dem Fernglas betrachtet, bevor man sie sein lässt oder sie schiesst. Daher die Planetentheorie weit weg von der Erde, völlig losgelöst und doch immer gültig und hinterfragend.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (6) von H.-J. John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (6)

Was tun am Gipfel? (1)

Sie leben schon für Ihre Ziele? Halten Sie inne. Schauen Sie sich um. Was haben Sie bisher erreicht?

Sehen Sie sich um und sagen Sie sich: Es ist gut? Gönnen sie sich etwas. Ruhe? Machen sie einen Schritt zurück. So bekommen sie Ueberblick. Was oder wen haben Sie vernachlässigt? Welche Dinge sind auf der Strecke geblieben? Sie haben sich voll auf Ihre Ziele konzentriert. Kam der Partner zu kurz oder die Kinder? Hat ihre Gesundheit auch etwas Aufmerksamkeit verdient? Und wohin würden Sie gerne reisen oder welche Hobbies locken Sie?

Setzen Sie sich hin. Lehnen Sie sich zurück. Schliessen Sie die Augen. Passt das alles, was Sie erreicht haben, noch in Ihre Vorstellung? Ist es gut? Ist es genug?

Auf dem Weg zu einem Ziel programmieren wir uns bewusst oder unbewusst. Wir haben einmal entschieden wohin es gehen soll und schon richtet sich unser ganzes Denken, Fühlen und Handeln danach.
Als wäre eine Ampel auf Grün gesprungen. Und wenn wir unser Ziel richtig formuliert haben bekommen wir was wir wollen.

“Ich möchte eine Familie”, sagte ich mir vor Jahren. Ich vergass dabei das kleine Wörtchen “glücklich”. Und nach viereinhalb Jahren Glück liess sich meine Ehefrau scheiden.

Was war passiert? Das Ziel “Familie” war bald erreicht. Ich setzte mir ein neues Ziel. Ich wollte der Familie etwas bieten. Ich arbeitete statt acht, 16 Stunden, zwei Schichten in der Firma. Das neue Ziel hiess “finanzielle Sicherheit”. Und weil der Tag nur 24 Stunden hat, vernachlässigte ich Frau und Kinder.

Und wie ist es bei Ihnen? Haben Sie alles erreicht, was sie wollten? Sie fühlen sich gut. So gut wie ein Marathonläufer im Ziel, der alle hinter sich lassen konnte. Doch ebenso wie der Läufer brauchen Sie diesen Kick immer wieder.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (5) von H.-J. John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (5)

Probleme lösen, nicht vertiefen

Jeder Psychologe wird Ihnen sagen: Reden Sie über das, was Sie beschäftigt. Alles Unsinn. Nicht für 110 Euro Stundenlohn, einer Couch für Sie und einem bequemen Sessel für mich würde ich diesen Rat geben. Probleme, über die man redet, vertiefen sich.

Jeder hat das schon einmal erlebt. Nehmen wir als Beispiel ein finanzielles Problem. Es fehlt an Geld. Womöglich sind schon Schulden da. Sie beginnen zu grübeln.
Kommen wir auf unser anschauliches Beispiel zurück. Sie sind als Planet im Universum unterwegs. Der Vergleich stimmt. Jeder Mensch ist einzigartig, eine eigene, wundervolle Welt. Wer liebt, wird das bestätigen. Mit den Augen des Herzens sieht man gut und entdeckt jeden Tag neue, interessante Seiten im Partner.

Sie düsen also durchs All und da taucht dieser grosse, andere Planet auf (nennen wir ihn Ihre persönliche “Finanzkrise”). Er erscheint nicht aus dem Nichts, wahrscheinlich haben Sie ihm zu seiner Grösse durch falsches Verhalten selbst verholfen. Keine Angst, selbstgemachte Probleme können meist auch selber gelöst werden.

Dieser Planet “Finanzkrise” hat eine solche Anziehungskraft, Sie können sich ihm nicht entziehen. Es geht Sie persönlich an, Sie müssen dieses Problem lösen, um ihr Leben unbeschwert weiter führen zu können. Also beginnen Sie um diesen Planeten, dieses Problem zu kreisen. Je länger Sie kreisen, ohne dass eine Lösung in Sicht ist, umso stärker werden Sie von Ihm angezogen. Er wird immer grösser und grösser und damit Ihr existentielles Problem und nimmt bald Ihren ganzen Horizont ein.

Sie sehen wenig anderes. Die Partnerschaft, die Hobbies, die Freundschaften, der Beruf, alles tritt in den Hintergrund. Aus dem einen Problemchen können so leicht mehrere werden. Sie beginnen, über Ihr Geldproblem zu reden – wozu sind denn Freunde da?

Im schlimmsten, durchaus wahrscheinlichen Fall, zieht sich Ihr soziales Umfeld zurück und Sie bleiben. Allein, reif für die Insel, bereit für eine Kurzschlusshandlung oder die bequeme Couch beim Psychologen.

Wie schön wäre es aber, wenn sich die ganze Quälerei ersparen liesse. Sie erkennen ein Problem, lösen es und weiter geht es… Merken Sie sich von diesem Abschnitt nur:

3. Regel: Sehe das Schöne und das Gute und rede darüber. Sehe das Böse und das Schlechte und schweige es weg.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (4) von H.-J. John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (4)

Habe ich ein Energieproblem? (2)

Fragen Sie sich selbst: Kann es Ihnen schaden, sich Ihrer inneren Kraft bewusst zu werden? Nein. Nebenwirkungen ausgeschlossen.
Ob Sie sich hinstellen, die Augen schliessen und fünfmal tief durchatmen ist schlichtweg egal. Sie können sich auch 24 mal am Tag per Selbsthypnose sagen: Mir kann keiner etwas. Die Energie ist in mir.
Alles Hokuspokus, der wenig bis nichts bringt. Wir konzentrieren uns auf die einfachen, praktischen Schritte zur Problemlösung und Zielerreichung. Diese, Ihre Welt funktioniert sehr einfach. Deshalb merken Sie sich nur:

2. Regel: Ich habe eine unerschöpfliche Energiequelle in mir.

Ihre Kraft mit jedem Atemzug spüren und einsetzen
Diese, Ihre Welt, funktioniert sehr einfach. Deshalb ist sie auch leicht zu erklären. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Planet, nicht zu klein natürlich, oder? Etwas Selbstbewusstsein muss schon sein.
Und während Sie durch das Universum düsen, machen Sie sich so ihre Gedanken.
Sie sehen, wie die Sonne scheint und Sie denken sich dabei, wie schön das Leben doch ist.
Oder sie sehen, wie die Sonne scheint und Sie denken sich und fühlen, wie grell das Licht Sie blendet und wie heiss es doch ist.
Also ein und derselbe Zustand und doch können Sie ihn unterschiedlich auslegen. Sehen Sie das Schöne und Gute in der Welt und in ihrem Leben scheint oft die Sonne. Sehen Sie die Dinge von der problematischen Seite und Sie werden in ihrem Leben kaum Zufriedenheit erreichen.
Sie führen in Ihrem Leben Regie. Wenn Sie im Büro ein Gemälde in tristen Tönen jeden Tag vor Augen haben, könnte es sein, dass Ihre Stimmung leidet. Geben Sie sich einen Schubs. Stehen Sie auf, hängen Sie das Bild ab und morgen bringen Sie ein farbenfrohes, abstraktes Etwas mit, von dem niemand weiss, ob es Kunst oder Zufall oder beides ist. Ein Bild, das Ihnen gefällt, ein Bild, das Lebensfreude ausstrahlt und Energie und Ihre Kreativität weckt.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (3) von H.-J. John und A. Wendt

Habe ich ein Energieproblem? (1)

Sie wissen schon: Die Sache mit der Motivation. Jeder kennt am besten selbst die Kniffe, mit denen er sich unter „Strom“ setzen kann. Der eine trinkt eine Cola in der schriftlichen Abiturprüfung zur Mobilisierung aller geistigen Kräfte, die andere wird sich mit einem neuen Outfit belohnen, falls sie die Führerscheinprüfung besteht.

Wieder andere brauchen Negatives, um voranzukommen. Die Eltern, die mit Taschengeldentzug drohen, falls die Noten nicht besser werden. Oder die Hausfrau, die aus Angst vor der finanziellen Zukunft im Abendkurs einen dritten Beruf lernt, während Papa zu Hause müde vor dem Fernseher einschläft, obwohl er auf die Kinder achten sollte.

Alles nicht weiter schlimm. Es gibt kein Energieproblem. Hier ein paar Beispiele dazu:

„Tankstelle“, ist das Erste was Sie denken und vor dem geistigen Auge sehen, wenn Sie ohne Benzin mit dem Auto unterwegs liegen bleiben.

„Ich muss etwas essen“, fühlen Sie, wenn der Magen knurrt und der Kopf gleichzeitig meldet, dass der Körper seit fünf Stunden nichts mehr zu sich genommen hat.

„Aufladen“ hören Sie Ihre Freundin sagen, wenn Ihr Handy piepst und Sie sehen, dass es nicht mehr funktioniert.

Wir könnten mit den Beispielen fortfahren. In jeder dieser drei Situationen geht es um Energie, die verbraucht wurde und ohne die es schwerlich weiter gehen kann.

Wenn Sie nun ein Problem haben, woran denken Sie, was fühlen Sie? Testen Sie sich. Ist es Angst, Leere, Verzweiflung, Niedergeschlagenheit, Trauer oder gar schon Gleichgültigkeit? Alles weiter nicht schlimm.

Der erste Schritt bei jeder Problemlösung ist ganz einfach. Es fehlt an Energie. Schauen Sie sich die Beispiele oben an. Kein Benzin, also wird einfach getankt. Länger nichts gegessen? Wir gehen zum Bäcker an der Ecke oder in den Supermarkt. Das Handy ist leer? Wir laden es einfach an der Steckdose auf.

Also denken Sie einfach mal an die unendliche Energiequelle, die in Ihnen ist. Unsere Vorfahren haben noch mit Löwen, Schlangen und Bären gekämpft. So nebenher ein paar Eiszeiten überdauert, ganz zu schweigen von durchlittenen Krankheiten, verheerenden Meteoriteneinschlägen und biblischen Sintfluten. Nur die Härtesten überlebten und Sie sind einer von deren Blut, deren Nachkomme, nur hat Ihnen das bisher niemand gesagt. Sie waren sich dessen nicht bewusst.
Wieso gibt es Reiche und Arme, Bundestagsabgeordnete und Strassenmusiker, Bauarbeiter und hoch bezahlte Bankmanager? Na, die Erfolgreichen sind vielleicht intelligenter? Falsch. Die haben eben Beziehungen, Vitamin B wie man sagt? Falsch. Diese Leute haben weniger Probleme? Falsch.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass Menschen, die erfolgreich sind, wissen, dass sie alles erreichen können. Sie sind sich der unendlichen Energie bewusst, die in jedem Menschen wohnt wie ein Grislybär in der Höhle. Bei den einen, die wegen ihrem Schicksal verzweifeln, hält der Grislybär gerade Winterschlaf. Bei den anderen ist er hellwach, bereit aktiv zu werden.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (2) von H.-J. John und A. Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (2)

Was ist wichtig in meinem Leben?

Ich kann mich erinnern, wie ich als kleiner Bub im Sportunterricht dem Ball hinterher lief. Fussball war damals wie heute unter uns Jungs „in“. Während die Mädchen in der abgetrennten Turnhalle nebenan Volleyball spielten, rannten wir dem Ball hinterher. Welch ein Hochgefühl, wenn ich ihn tatsächlich vor die Fusspitze bekam. Und dann –oh Schreck– war der Ball längst weiter, ich hatte nur Luft getroffen.

Was tat ich also? Ich rannte dem Ball während meiner Schulzeit noch oft hinterher. Allein es mangelte an Übung in der Freizeit und nach einiger Zeit hatte ich weniger Freude daran. Und was lässt sich daraus folgern?
Wäre mir das Spiel wichtig gewesen, hätte ich wohl mehr trainiert. Allein die Eltern meinten, für die Schule zu lernen sei doch bei weitem notwendiger. Ich murrte, willigte schliesslich ein. Ich hätte so gerne in der Freizeit mit den anderen Jungs aus der Nachbarschaft weiter den Ball gejagt.

Im Rückblick, aus der Sicht von heute, danke ich meinen Eltern stillschweigend. Ich wäre dem Lustprinzip gefolgt: Ich möchte…fernsehen, Zeitung lesen, ausgehen, schnelle Autos fahren, abhängen, Spass haben, mich verlieben, reisen. Und alles möglichst gleichzeitig. Wer kennt sie nicht: All die Dinge, die einem einfallen, sobald man etwas scheinbar Unangenehmes erledigen muss. Meine Eltern sahen, was damals wichtiger für mein Leben war: gute Noten und dann die Ausbildung.
Merken sie sich von diesem Abschnitt nur das Wichtigste:

1. Regel: Erkenne was wichtig und richtig ist.

Es ist nicht weiter schlimm, sich Rat bei anderen zu suchen. Allerdings sollte man darauf achten, dass sich diese Ratgeber eignen. Es sollten Menschen sein, denen Sie vertrauen, die selbst auch schon etliche Ihrer Ziele erreicht haben und wissen, wovon sie reden. Dieses Büchlein ist nichts anderes als der Versuch, Ihnen Ratschläge zu einem erfüllteren Leben zu geben. So wie man einen Hammer braucht, um einen Nagel einzuschlagen, so sollen sie hier einiges an Werkzeug mit bekommen, um Ihr Leben zu zimmern und sich behaglich einzurichten.

©  2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (1) von H.-J. John und A. Wendt

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (1)

Vorwort

Wir nehmen uns selbst nicht sehr wichtig. Wichtig sind uns unsere Mitmenschen. Hier also Denkanstösse für jene, die nur für Ziele leben oder jene, die sich in einer der vielen Umlaufbahnen eines Problemplaneten befinden.

Ist es nicht schade, dass Generationen für Generationen wieder und immer wieder mit den gleichen Herausforderungen kämpfen (Beziehungsprobleme, finanzielle Probleme etc……) , wo man sich doch über so viele Dinge im Leben freuen könnte? Was läge da näher, als nach einem gleichen Nenner in allen Problemen zu suchen und ergo auch einen gleichen Nenner bei den Lösungen zu vermuten?

Zwei Themen in einem Büchlein abgehandelt? Was haben Probleme mit Zielen zu tun? Jeder Schritt zu einem Ziel hin ist nichts anderes als eine Problemlösung. Jedes Ziel hilft uns etwas an unserem Leben zu ändern, so dass wir uns besser fühlen, uns besser darin zurecht finden. Zwei Themen also und die gleiche Sache, um die sie sich drehen: Unser Wohlbefinden.

Welches sind denn nun die Ziele, die zu uns passen? Jeder Mensch unterscheidet sich in seinem Wollen, seinem Können und seinem Ehrgeiz. Der eine ist schon zufrieden, wenn seine Grundbedürfnisse: Essen, Trinken und das Dach über dem Kopf vorhanden sind. Der andere sieht sein Glück in seiner Traumfrau, der Nächste in finanzieller Absicherung und Karriere. Allen gemeinsam ist, dass sie nach etwas streben, was sie im Moment nicht haben oder zumindest nicht in ausreichender Menge.

Definiert man Glück als einen Zustand, so wären alle oben genannten nun unglückliche Kreaturen. Bis auf den einen, der erkannt hat, dass er auch nur in einer Wohnung leben kann, nur essen kann bis sein Magen gefüllt und nur trinken bis der Durst gelöscht ist.

Die anderen haben sich so definiert, dass sie erst mit der Erfüllung ihrer Ziele zufrieden und glücklich sein wollen. Zwar leben Sie im Heute und Hier, jedoch leben sie sich nicht aus. Wie auch? Ist unser ganzes Wollen und Sehnen auf einen Zustand und Zeitpunkt in der Zukunft gerichtet, so fliesst ein Teil unserer Lebensenergie dorthin. Diese fehlt im Heute und Hier. Wir werden später näher darauf eingehen.

© 2010 Hans-Jürgen John und Achim Wendt