Glück bedeutet innehalten und entscheiden von Hans-Jürgen John

Es passiert oft. So oft, dass wir einen Moment innehalten sollten. Die Zeit ist schnelllebig. Informationen, Impressionen, Menschen und Geschehnisse huschen an uns vorbei.

Meist werden wir uns erst bewusst, dass wir etwas verpasst haben, wenn der richtige Augenblick vorüber ist, auf die Bremse zu treten, Stillstand herbeizuführen und uns mit dem zu beschäftigen, wonach wir alle suchen: Glück.

Es ist vergleichbar mit der Verkehrssituation auf einer Bundesstraße. Wir sind mit mäßiger Geschwindigkeit unterwegs. Gerade so schnell, dass wir uns nicht mit Betrachtungen der Landschaft aufhalten. Unser Blick geht nach vorne. Sicherheit ist oberstes Gebot. Zumal wir oft nicht nur für uns selbst, sondern auch für Mitfahrer verantwortlich sind.

Dann kommt uns dieses graue Allerweltsauto entgegen. Zunächst beachten wir es kaum. Wozu auch? Autos auf einer Bundesstraße sind üblich. Wir tolerieren jede Marke, jede Farbe und jede Auspuffgröße. Eben auch, weil wir auf Toleranz uns gegenüber auf der Gegenseite hoffen, hoffen dürfen – oder zumindest Ignoranz.

Auch Aussagen über PS-Stärken und Geräuschpegel sind uns egal. Die Zulassungsstelle wird schon richtig entschieden haben. Dieses graue Allerweltsauto interessiert uns je näher wir ihm kommen. Unsere Geschwindigkeiten addieren sich. Es bleibt wenig Zeit sich gegenseitig ausgiebig zu betrachten. Und doch ist da so etwas wie der Funke der Sympathie, die überspringt. Je näher wir uns kommen, umso schöner springt der Sekundenzeiger in die nächste kleine Zeiteinheit. Die Zeit scheint stillzustehen, als wir uns auf gleicher Höhe begegnen und wir für einen Sekundenbruchteil Sichtkontakt zum Lenker haben.

Es ist vorbei. Wir sind wieder allein auf der Strecke. Im Rückspiegel sehen wir, wie kurz das Bremspedal aufleuchtet. Aus einem Reflex heraus treten wir ebenfalls auf die Bremse.

Eine Begegnung im Nirgendwo, die zu einem gemeinsamen Lebensweg führen könnte? Augenblicke dehnen sich unter Abwägungen. Ist hinter uns ein Wagen? Dürfen wir anhalten? Sind wir schon mit einem Partner unterwegs? Haben wir die Kraft einer fremden Person zu vertrauen? Ist uns das berufliche Lebensziel wichtiger als das Innehalten und das Glück?

Wir müssen schnell entscheiden. Wir sind auf der Zeitschiene unterwegs. Zeit ist Geld und nicht nur ein Spruch. Was ist uns wichtig im Leben? Wenn wir schnell entscheiden, können wir wenden, die eingefahrenen Trampelpfade des Alltags verlassen und uns mit dem beschäftigen was vielen als einziger Sinn im Leben gilt, die Zweisamkeit. Dann siegt die Vernunft. Wieder einmal.  Der Preis des Glücks ist zu hoch.

© 2013 Hans-Jürgen John

 
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Wie man liebt (6) v. Hans-Jürgen John u. M. Becker

Wie man liebt (6)

Nur das Beste für die Beziehung?

Verliebt! Und nun? Kluge Menschen schreiben und reden über Liebe, Vertrauen und Ehrlichkeit in der Beziehung. Wunderschöne Worte, die oft wenig mit der täglich gelebten Realität zu tun haben. Die Zielsetzung ist klar. Das Ergebnis soll die ideale Partnerschaft sein, in der alles Negative wie weggezaubert existiert.

Im realen Alltag begegnen sich zwei Menschen mit Eifersucht, Lügen, Vorhaltungen und beurteilen sich laufend gegenseitig, um im Fall eines Streites die Oberhand zu behalten.

Wir wollen Zeit gewinnen. Wir wollen Recht behalten. Und wir sagen nein. Wir wollen so wenig Kompromisse wie möglich eingehen. Ja sagen bedeutet Schwäche zeigen und nachgeben. Ja sagen, damit kein Stillstand entsteht. Ja sagen, damit es weiter geht. Ja sagen bedeutet mitunter auch den falschen Weg akzeptieren.

Wir möchten von den positiven Seiten einer Beziehung profitieren aber die Forderungen der anderen Seite der Münze ignorieren: Die Verantwortung für den anderen wiegt uns schwer. Die geopferte Zeit und die investierten Gedanken und Gefühle lassen sich in keiner Steuererklärung aufführen. Wie schade. Doch die Liebe gibt es nicht ohne den Liebeskummer. Das Lachen gibt es nicht ohne die Tränen. Das Glück gibt es nicht ohne den Schmerz. Die Gesundheit wäre alleine ohne die Krankheit. Es gilt, alles zu akzeptieren.

Den Partner schonen?

Alle Ratgeber kommen mit den üblichen Ratschlägen daher. Anfangs hat man spontan, lustig, redegewandt und schlagfertig zu sein. Man stellt dem Partner Fragen, um herauszufinden, was er möchte und um sich richtig verhalten zu können. Es gilt, wenig von sich und seiner Vergangenheit zu erzählen. So verschont man den anderen und hebt sich die Katastrophen aus der Lebensgeschichte für später auf. Es fällt leichter später ehrlich zu sein, wenn man weiß, der andere ist schon an der längeren oder kürzeren Leine des Verliebtseins. Offenheit nach einer Zeit der Zweisamkeit bedeutet somit nicht gleichsam das Ende der Partnerschaft.

So glänzen wir also weiterhin vom ersten Satz an nicht mit der rissigen Oberfläche unserer Vergangenheit, sondern tragen die hochglanzpolierte, aalglatte, lächelnde Selbstsicherheit zur Schau, die ein ruhiges Gewissen verleiht. Wir lügen. Das ist falsch.

Ehrlichkeit und Vertrauen

Wie soll aus Liebe Vertrauen erwachsen? Ist das Fundament der Liebe mit Lügen gezimmert, kann es das Vertrauen nach mehreren Jahren der Partnerschaft kaum tragen. Erwachsen aus dem Stamm des Baumes der Liebe keine Vertrauensäste, so wird der Baum weder Blätter noch Früchte tragen. Es entstehen kaum weitere Bäume der Liebe.

So geht in Euch, Ihr zukünftigen Liebenden. Vertraut Eurem Date beim ersten Treffen alles an, was Ihr an Problemen all die Jahre angesammelt habt. Ist Euer Gegenüber ein Mensch, den Probleme nicht einschüchtern, sondern anregen diese gemeinsam mit Euch zu lösen, so seid Ihr angekommen.

Jeder Mensch ist auf der Suche. Nach dem einen, richtigen Partner unter Millionen. Lügen und verschweigen wir gleich eingangs, so verlieren wir wertvolle Zeit. Bis die Lügen über die eigenen, kurzen Beine stolpern. Und wir – wieder einsam – erkennen, wir haben uns geirrt und der Partner ebenfalls. Und so beginnen wir unsere Suche von vorne oder resignieren. Möge die Ehrlichkeit siegen. Sie ist zusammen mit der Liebe das Fundament, auf dem sich Vertrauen bilden kann. Das Geheimnis jahrzehntelanger oder lebenslanger Partnerschaft!

© 2013 Hans-Jürgen John

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Fremdenfeindlichkeit und Fremdenvorsicht von Hans-Jürgen John

Man begegnet ihr überall. Der Fremdenfeindlichkeit. In der Erziehung, auf den Straßen, in den Medien, als Mittel zum Zweck in der Politik, als ureigenen instinktiven Verteidigungsmechanismus und bei Zuwanderungsdiskussionen, wenn die Wertschöpfung scheinbar in Gefahr gerät.
Zusammengefasst und reduziert auf das Wesentliche handelt es sich um ein zwischenmenschliches Problem. Unbekanntes trifft auf unser Ego und wird vorsichtig bis feindselig beäugt – bevor es uns schaden kann.

Ich stelle mir vor, wie vor Jahrhunderten und Jahrtausenden gewaltbereite, fremde Horden in die Lebensgemeinschaft friedlicher Bürger einfielen und deren Hab und Gut zerstörten, Todesangst hervorriefen und damit den Grundstein zur Fremdenfeindlichkeit heute legten.

Was sagt unser allgegenwärtiger Ratgeber https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindlichkeit dazu?

Fremdenfeindlichkeit, gelegentlich auch Xenophobie – griechisch ξενοφοβία „Fremdenangst“, von ξένος xénos „Fremder“ und φοβία phobia „Angst“, „Furcht“), bezeichnet eine ablehnende, ausgrenzende oder feindliche Haltung gegenüber Personen oder Gruppen, die als andersartig gesehen werden. Dabei kann die Ablehnung mit echten, vermeintlichen oder angeblichen sozialen, religiösen, ökonomischen, kulturellen oder ethnischen Unterschieden begründet werden.”

O.k., so genau wollte ich das nun auch wieder nicht wissen. Die wohlformulierte, wissenstriefende, fachlich fundierte Meinung kommt klar und kalt und ohne Emotionen daher. Das ist wohl auch notwendig. Emotionen werden verwendet, um Stimmungen für oder gegen etwas zu machen. Um objektiv etwas beurteilen zu können, braucht es klare Gedanken und Worte.

Wie war denn das also noch einmal? Unsere Urvorfahren waren schon sesshaft und planten ein erfülltes und gemächliches Leben auf der Grundlage von Ackerbau und Viehzucht und dann kamen ein paar vagabundierende Räuber und nahmen ihnen kurz vor dem Winter die Ernte des ganzen Sommers ab. Solche Ereignisse, auch wenn sie nur als verharmlosendes Beispiel daherkommen, – die Wirklichkeit war sehr viel brutaler – lassen verstehen, wieso wir Fremdem gegenüber misstrauisch bis feindlich eingestellt sind.

Was wir kennen – Menschen, die unsere Sprache sprechen, unsere Hautfarbe haben, uns ähnlich sehen und gleiche Sitten und Gebräuche pflegen – können wir einschätzen. Sie sind uns vertraut. Wir können damit umgehen. Das Andersartige lässt uns vorsichtig werden und wir bauen ihm eine höhere Hürde, bis es unser Vertrauen gewinnt als anderen.

Jeder Mensch ist mit der Möglichkeit des Vertrauens, der Liebe und auch des Hasses und des Misstrauens ausgestattet. Wie ein Akademiker beim Einsortieren seiner Buchlektüre stehen auch wir vor den Regalen unseres Verhaltens. Alles Fremde – das können Menschen sein, die Asyl suchen oder einfach der Unbekannte auf der Straße – legen wir unter der Rubrik Vorsicht oder Misstrauen oder fremd und feindlich ab.

Und doch muss man uns zugute halten, dass wir schnell Vertrauen fassen und diese Kategorisierung umstellen können. Wir sind lernfähig. Wegen ein paar Asylanten, die Straftaten begehen verurteilen wir nicht alle pauschal. Fremdenfeindlichkeit ist eigentlich Fremdenvorsicht.

Sehen wir uns die Sache genauer an. Die Asylanten flüchten – ob vor wirtschaftlicher Not oder politischer Verfolgung ist dem Christen in uns erst einmal egal.  Sie sind fremd in ihrem Heimatland oder fühlen sich so dort. Gibt es einen stärkeren Grund, ihnen unsere Hilfe und unsere Hände zu reichen? Wohl kaum. Letztlich fühlen wir uns wohl, wenn wir helfen dürfen. Eigentlich haben wir ein schlechtes Gewissen, weil es uns gut geht. Es zwickt uns, wenn wir die Hungernden in Afrika sehen oder die Opfer der wiederkehrenden Naturkatastrophen auf den Philippinen. Wir sind froh zumindest den wenigen helfen zu können, die es bis an unsere Grenzen schaffen.

Es soll schon Länder geben, die Asylanträge nicht mehr in ihren Botschaften annehmen. Wenn uns die Angst dazu verführt, uns einzumauern in unserem Reichtum und unsere Hände nicht mehr Mitgefühl und Nahrungsmittel verteilen, sondern Hass transportieren, dann schämen wir uns für uns.

© 2013 Hans-Jürgen John

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Vorwärts fahren und in den Rückspiegel schauen! von Hans-Jürgen John

Ich bedauere sehr, dass ich nicht schon als Kind Tagebuch geschrieben habe. Zum einen hätte ich dann all die Geschehnisse, die zu mir und meinem Leben gehören en détail parat.

Zum anderen stelle ich mir vor, dass so manche Konfliktsituation in der Eltern-Kind-Konstellation sich leicht entschärfen ließe. Eltern lesen die Tagebücher ihrer Kinder und können so behutsam Schwerpunkte in der Erziehung anpassen. Nicht? Wie sollen sie dann wissen, welche Probleme ihr introvertiertes Kind beschäftigen? Geht hier die Privatsphäre oder der Schutz des Kindes vor? Letzteres.

Die schwierige Lebenssituation, in der beide Elternteile arbeiten (arbeiten müssen, weil ein Lohn kaum ausreicht, um die Familie zu ernähren) und ihre Kinder (sogenannte Schlüsselkinder) nach Hause kommen und alleine das Essen zubereiten oder gleich zu Mac Donalds gehen lässt wenig Spielraum für Experimente. Diese Kinder werden früh selbstständig. Die Gefahr, dass sie mangels Anleitung und Beschäftigung in schlechte Gesellschaft kommen ist gleichwohl hoch.

Sind beide Elternteile zu Hause, wenn die Kinder von der Schule kommen, ist dies auch nicht der Idealfall. Komplette Supervision und Anleitung den ganzen Tag hindurch verhindert, dass solche Kinder selbstständig werden.

Der ganze Tagesablauf wird mitunter überregelt. Ein solches Kind war ich.”Autoritär behütet” bin ich aufgewachsen. Dieser Begriff trifft meine Kindheit am ehesten. Ein Kind trägt schwer an autoritärer Strenge. Wie will es verstehen, dass es zu Hause über Büchern sitzen muss, während die Spielkameraden hinter dem Fußball hinterherjagen oder am Baggersee die Seele baumeln lassen? Und welchen Zweck soll es haben, über Büchern zu sitzen aber mit den Gedanken bei den Freunden in der Freizeit zu sein? Keinen.

Und doch bin ich meinem Vater dankbar. Ich bin kein oberflächlicher Typ geworden. Zu viel Tiefgang schadet nur in seichten Gewässern. Auf hoher See bringt hoher Tiefgang Stabilität ins Schiff und Sicherheit bei gewagten Manövern. Die Navigation in schwerer See fällt mir mitunter leichter als anderen. Schicksalsschläge drücken mich tief und belasten jeden Lebensmoment aber lassen mich nicht ertrinken. Ich bin stabil nach innen und labil nach außen. Umgekehrt wäre es schlimmer.

Immer wieder muss ich an die Aussagen meines Vaters denken. Er lebt weiter durch sie. Über die Schule meinte er immer und immer wieder: “Was Du gelernt hast, kann Dir niemand nehmen.” Als ich schon älter war, mussten wir einen Aufsatz über den Sinn von Sprichwörtern schreiben. Ich kam zu dem Ergebnis, dass sie zu allgemein gefasst seien, als das sie ungeprüft auf jede scheinbar passende Situation angewendet werden könnten. Und doch wären sie eine große Hilfe für jene Menschen, die steuerlos im Lebensmeer treiben und jede Boje als Rettungsinsel und Verschnaufpunkt sehen.

Die Aussagen meines Vaters waren situationsbezogen und nicht immer ernst gemeint. Tat ihm jemand einen kleinen Gefallen, so sagte er schalkhaft: “Gott wird Dir danken.” War es bei ihm an der Reihe etwas für andere zu tun, meinte er danach augenzwinkernd: “Mit einem Danke kann ich meine Kinder nicht verhalten.”

Auch zu Geschenken hatte er seine Meinung. “Nichts nehmen und nichts geben.” Ein um das andere Mal wiederholte er das, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Geschenke waren für ihn ein Mittel, um Menschen sich gewogen zu machen, also überflüssig.

Wenn ich so zurückdenke, haben mir seine Aussagen so manches Mal geholfen. Mein Verhalten wurde davon beeinflusst. Immer nur nach vorne zu schauen ist nicht nur im Straßenverkehr gefährlich. Oft hilft der Blick zurück in die Vergangenheit und die Frage: Wie hätte sich meine Mutter / mein Vater in dieser Situation verhalten?

© 2013 Hans-Jürgen John

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Identität und Stammbaum von Hans-Jürgen John

Ja mein Vater. Geboren wurde er im Jahr 1920. Er war das einzige Kind seiner Eltern. Ich weiß bis heute nicht, woher mein Nachname John genau kommt. Der Ehemann meiner Grossmutter väterlicherseits fiel bei Arbeiten am Hausdach in Mogilno (Kreis Sieradz) – eines dieser Dreihäuserdörfer – herunter, so heißt es, und verstarb. Ich weiß nichts Genaues. Ich hätte ihn gerne gekannt, so wie andere Kinder ihre Großväter kennen und von ihm gelernt. Ich hätte gerne mehr erfahren über diesen Mann und sein Leben und seine Sicht auf andere Menschen. Über die Güte, die man im Alter oft ausstrahlt. Und über die Ruhe und geduldige Weisheit, die man am Gipfel des Lebens erlangt.

Landwirtschaft zu Hause und das einzige Kind! Damit war klar, dass es für meinen Vater keine Zeit gab, um eine ausgedehnte Schulbildung zu erlangen. Wozu auch? Der Abstand zwischen den Kriegen war damals so kurz, dass eine Zukunftsplanung sowieso kaum großen Sinn machte (Erster Weltkrieg 1914/1918; zweiter Weltkrieg 1939/1945).

So waren die Gespräche zu Hause in Deutschland in meiner Kindheit keine Diskussionen zu politischen Themen oder tiefgründige Gespräche über bedeutende Literatur und Kunst. Der Alltag war unser Thema. Und oft reduzieren einfache Menschen ihre Erfahrungen auf Merksätze, Halteseile für ihre Kinder auf dem Weg durchs Leben. Einige dieser Ratschläge sind mir im Gedächtnis geblieben, andere entfallen. Mein Vater sagte oft: “Schaue nicht nach dem Geld. Es kommt und geht.” Er meinte vor allem die Menschen, die Glück mit Erfolg verwechseln und lieber die Karriere verfolgen, anstatt sich abends um Frau und Kinder zu kümmern und die Trennung und Scheidung zu riskieren.

Einmal erzählte mein Vater von einer alten Zigeunerin, die ihm vor Jahrzehnten aus der Hand gelesen hätte. Sie hätte ihm gesagt, er werde heiraten und vier Kinder bekommen. Ich lachte damals und meinte: “Da habe ich ja Glück gehabt. Hätte sie zwei Kinder vorausgesagt, wäre ich nicht hier.”

Heute möchte ich hinzufügen: Es wäre mir auch viel erspart geblieben. Das Leben ist wie ein Stück Rauchfleisch. Es ist durchwachsen. Man bekommt selten ein Stück ohne Speck. Und wehe es ist nur mager Fleisch daran und darin – manche mögen den Speck lieber.

Ja bis heute weiss ich nicht, ob meine Eltern vier Kinder bekamen, weil die Zigeunerin hellseherische Fähigkeiten hatte oder weil sie einfach daherredete, um etwas zu verdienen.

Egal. Ich danke ihr. Wie vielen anderen mag die alte Zigeunerin zu Nachwuchs verholfen haben und ob ihr Rat immer Glück und Erfüllung gebracht hat?

© 2013 Hans-Jürgen John

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Thomas Minder kämpft gegen Millionengeschenke an Manager (2) von Hans-Jürgen John

Versetzen wir uns in die Lage der Bürgerinnen und Bürger, die überlegen Aktien zu kaufen. Leicht ist nachvollziehen, dass sie im Zweifelsfall im Jahr eins nach der erfolgreichen Umsetzung der Abzocker-Initiative in Aktien eines Schweizer Unternehmens investieren werden. Hier können sie dann in Zukunft sicher sein, dass die Manager jeden Tag (vor Angst?) schwitzend versuchen, das Beste aus ihrem Job zu machen. Fehler können diese sich nicht mehr leisten. Entweder werden sie direkt durch die Aktionäre bei Abstimmungen abgestraft oder die Strafandrohung hängt über ihnen wie ein Damoklesschwert. Die Minder-Initiative ist hier als erster Schritt zu mehr Mitspracherecht der Aktionäre zu sehen.

Weitere Unternehmen werden in der Folge ihren Sitz in die Schweiz verlegen. Wenn alle Welt Aktien von Schweizer Unternehmen kaufen möchte – nur hier werden Aktionäre tatsächlich eingreifen können – bleibt anderen Unternehmen wenig anderes übrig, als ihren Hauptsitz in die Schweiz zu verlegen. Was die Schweizer durch den stückweisen Verlust des Bankgeheimniskuchens nun nach und nach verlieren, werden sie auf diese Weise mehr als wettmachen. Mit neuen Unternehmen entstehen weitere Arbeitsplätze – die Abzocker-Initiative aus dem Erfahrungsschatz eines Unternehmers entstanden ist gut durchdacht.

Weitsichtige sehen erstmals, wohin die Reise geht, wenn die Abzocker-Initiative angenommen wird: Nach den Wirtschaftskadern werden auch Spitzenleute aus der Politik in Zukunft durch die strafrechtliche Brille ihre Leistungen und Fehler gemessen sehen. So schließt sich der Kreis. Nun ist nachvollziehbar, warum weder die Wirtschaft noch die Politik für die Abzocker-Initiative sein darf. Doch – gelobt sei die direkte Demokratie in der Schweiz – die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entscheiden.

Der parteilose Ständerat Thomas Minder (Porträt im Tages-Anzeiger) aus Schaffhausen ist selbst Unternehmer. Er geht – so habe ich es verstanden – davon aus, dass das Firmenvermögen der Aktiengesellschaft den Eigentümern gehört. Und das sind nun einmal die stimmberechtigten Aktionäre. Und daher sollen sie auch mitentscheiden dürfen, was damit geschieht. Wozu braucht es aber noch Manager, wenn die Aktionäre alles bestimmen wollen? Und wer möchte noch Manager werden, wenn es sich nicht mehr lohnt, ja wenn Strafe droht? Alles Fragen über Fragen.

Der Unternehmer Thomas Minder gleicht einem Spieler, der im Kasino sitzt, seine Einsätze auf Rot setzt und die Chancen bei über 50 % sieht. Er spielt hoch mit persönlichem und existenziellem Einsatz. Doch unklar ist der Ausgang. Die Zuschauer setzen sich aus Gegnern und Befürwortern zusammen. Er kann gegen die millionenschwere Bank auf Dauer nicht gewinnen. Das weiß er und setzt nur einmal alles auf eine Karte. Die Sympathien sind auf seiner Seite. Das dürfte den Ausschlag geben und die Kugel bei Rot stoppen. Wie Gruppierungen und Parteien in sich selbst zu diesem Thema uneins sind, zeigt ein Artikel des Tages-Anzeiger.

Kommentar: Ich gebe zu, meine Sympathie gehört Thomas Minder in dieser Sache. Sein jahreslanges Engagement und – ja man muss sagen sein Kampf gegen alle Versuche ihn zu überzeugen, ihm Steine in den Weg zu legen, ihn zu stoppen – selbst aus höchsten politischen Kreisen – hat meine Hochachtung. Die Zeiten ändern sich. Der Wind hat sich gedreht. Jeder, der tagtäglich seine Arbeit verrichtet und leistungsgerecht bezahlt wird, wird gegen die Selbstbedienungspraxis an Aktionärsgeldern vorgehen wollen. Die Mehrheit entscheidet. Nicht mehr eine elitäre Minderheit. Dies wird sich in allen gesellschaftlichen Bereichen weiter durchsetzen. Rechthaben und Geldhaben sind verschiedene Dinge und im Rechtsstaat zu trennen. Thomas Minder ist parteilos. Er lässt sich nicht von einer politischen Gruppierung vor den eigenen Karren spannen. Hat seine Abzocker-Initiative Erfolg, so wäre ihm zur Gründung einer eigenen Partei zu raten. Seine uneigennützige hartnäckige Vorgehensweise in dieser einen Sache würde ihm Zulauf von Wählerinnen und Wählern von links bis rechts bringen.

© 2013 Hans-Jürgen John

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Thomas Minder kämpft gegen Millionengeschenke an Manager (1) von Hans-Jürgen John

Immer wieder liest man von der “Volksinitiative gegen Abzockerei” oder der “Minder-Initiative”. Das dürfte so bis zum 03. März 2013 weiter gehen. Dann nämlich stimmen die Schweizer Bürgerinnen und Bürger darüber ab. Die Abzocker-Initiative des Thomas Minder wird von John P. Matthew aus Mumbai / Indien (früher Bombay) in seinem Artikel “Need to Curb Salaries of Directors in India” aufgegriffen und gelobt und zur Nachahmung in Indien empfohlen.

Worum geht es? Gegen Abzockerei? Dagegen sind wir doch alle. Wer wird abgezockt? Die Unternehmensinhaber, die Aktionäre. Millionen an Tantiemen, die an  Manager ausbezahlt werden, fehlen spätestens bei der Dividendenausschüttung.

Worum geht es im Einzelnen? Das wissen am besten die Initiatoren der Abzocker-Initiative. Hier deshalb der Wortlaut von deren Webseite (www.abzockerinitiativeja.ch):

“In den letzten Jahren sind die Vergütungen des Topmanagements in börsenkotierten Unternehmen geradezu explodiert. Millionengehälter sind zum Standard geworden. Ein CEO kassierte sogar ungerührt ein Gehaltspaket von 90 Millionen Franken. Dabei sind Vergünstigungen (Gratis Firmenautos und Flugreisen, private Nutzung von Firmenjets und Helikopter etc) nicht eingerechnet.

Bereicherung stoppen! Die Abzockerinitiative auch Minderinitiative genannt verlangt, dass der Eigentümer (Aktionär/-in) an der Generalversammlung über die Gesamtsumme aller Entschädigungen des Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und des Beirates abstimmen kann. Nicht mehr Kollegen und Freunde sollen den individuellen Lohnbestimmen, sondern die Generalversammlung wählt unabhängige Mitglieder in den so genannten Vergütungsausschuss.

Mit dem Verbot von Abgangsentschädigungen, Begrüssungsmillionen und Prämien bei Firmenkäufen und -verkäufen wird auch diesen Untugenden ein Riegel geschoben.

Mit der Abschaffung der Organ- und Depotstimmrechtsvertretung sowie der Stimmpflicht der Pensionskassen werden die Rechte der „echten“ Aktionäre gestärkt.

Bei Widerhandlung drohen Freiheitsstrafen bis zu 3 Jahren und Geldstrafen bis zu 6 Jahresvergütungen.

Diese Initiative betrifft nur im In- oder Ausland börsenkotierten Schweizer Firmen. Alle anderen Aktiengesellschaften sind nicht betroffen.”

Soweit die Vorstellung der Ziele der Initiative.

Was ist neu und wieso schreckt die ansonsten innovativ orientierte Wirtschaft ebenso wie die Politik vor diesen Neuerungen zurück?

Die Gegeninitiative kann sich auf gut gefüllte Millionenkassen stützen, während Thomas Minder mit Spenden und Geld aus seinem Vermögen arbeitet.

Radikal neu ist eine strafrechtliche Verfolgung bei Verstößen gegen die Bestimmungen der Abzocker-Initiative. Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren und Geldstrafen bis zu sechs Jahresgehältern. Justitia begehrt Einlass in die geheiligten Penthousewohnungen der Firmenspitzen. Das finanziell warm ausgestattete Aussichtsnest an der Unternehmensspitze von AGs, die an der Börse notiert sind, wird ungemütlich.

© 2013 Hans-Jürgen John

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Die Facebook Aktie von Hans-Jürgen John

Steigt sie weiter oder fällt sie? Die Facebook Aktie startete überbewertet zu 38 Dollar im Mai 2012, stürzte in den Keller und befindet sich mittlerweile wieder im Aufwärtstrend (27 Dollar am 07.12.2012).
Ein KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von fast 54 (Stand 07.12.2012) schreckt jeden auf risikolose Anlagen bedachten Investor sofort ab.
Allerdings ist die Fantasie groß, was die Zukunft von Facebook und die Gewinnerwartungen betrifft.

Die Analysten üben sich in Zurückhaltung. Immerhin wird die Aktie zu teuer beim Einkauf für ihre jeweilige Fondsgesellschaft, würden sie sie euphorisch und öffentlich über den Klee loben.

Fast lügen müsste jeder Analyst, der mit voller Überzeugung von Facebook-Aktien zum jetzigen Zeitpunkt abrät. Wie Carl Zuckerberg CEO und Founder am 04.Oktober 2012 auf Facebook verkündete, hat Facebook über 1 Milliarde angemeldeter Nutzer. Die Schätzungen wie viele dieser Accounts sogenannte Fake-Accounts (mit falschen Kundendaten oder Fantasienamen angemeldete Accounts) sind variieren.

Egal …sind es nur 800 Millionen tatsächliche Accounts, so gäbe das Facebook bei den Investoren und Banken eine Sicherheit und Bankengarantie, wie sie ein möglicher Sohn von Bill Gates in Europa hätte – virtuell fast unbegrenzt. Welche Firma hat diesen festen Kundenstamm, der teilweise mehrmals täglich vorbeischaut, was es denn Neues gibt?

Produkte können dort zielgenau nach den Interessen des Kunden beworben werden und der Kunde bezahlt per Smartphone die Weihnachtsgeschenke, die seinen Freunden zugesandt werden. Kein Stress mehr mit Einkaufen, Einpacken, Vorbeigehen bei allen Freunden…der Weihnachtsbaum erwartet sie und es wird wirklich eine ruhige, besinnliche Weihnacht fern von Staus und überfüllten Einkaufszentren inmitten der Familie.

Die Erwartungen sind groß und meine Einschätzung geht in die gleiche Richtung. Sicher werde ich Optionsscheine auf Facebook-Aktien erwerben, um von möglichen Kursschwankungen mit einem Multiplikationsfaktor zu profitieren. Immer mehr Gewerbetreibende entdecken Facebook zudem als Firmenpräsens im Netz.

Sogar mein Literatur-Agent Axel Poldner, den ich eher gegenüber den neuen Medien als zurückhaltend einschätze, nutzt Facebook nun als Fenster in die Welt seines Literaturbetriebes.

Man darf gespannt sein, welche Zukäufe Facebook mit dem Aktienkapital tätigen wird, um sich im Markt auf mehrere Säulen zu stellen und den Umsatz effizient zu steigern. Denn das möchten die Investoren nun sehen: Gewinnsteigerungen im zweistelligen Bereich mindestens. Wohlgemerkt ohne die Nutzer und Kunden durch weitere Verbiegungen der AGBs zu vergraulen.

© 2012 Hans-Jürgen John

Hans ist Hans John (@rafaelofirst) auf Twitter und Hans.John.16 auf Facebook. Hans bloggt auf www.johntext.de und www.tage-bau.de .

Wie man liebt (1) v. Hans-Jürgen John u. M. Becker

Einleitung

Vor Jahren schrieb ich in mein Tagebuch: Ich gehe sehr gerne auf Bahnhöfe. Nirgendwo sonst sehe ich so viel Freude und Liebe in den Augen und Gesichtern der Menschen, die sich voneinander verabschieden und einander wiedersehen. Es ist, als würden wir uns im Abschied nehmen und Wiedersehen besonders bewusst, wie gern wir uns haben.

Nun wäre es schön und erstrebenswert, zeigten wir den Menschen, die wir lieben, dies jeden Tag gleichermaßen.
Jeder Fernseh- oder Kinofilm über und mit den großen Gefühlen hat seine Spannungskurve. Einmal steht es gut, einmal schlecht, einmal himmelhochjauchzend um die Liebenden. Wer denkt und fühlt da nicht mit und geht dankbar für das Happyend, hoffnungsfroh zufrieden, möglicherweise eng umschlungen mit dem Partner nach Hause?

Gefühle begleiten uns durch unser ganzes Leben. Jede und jeder war einmal oder gar mehrere Male verliebt. Wir waren glücklich lachend, wütend und weinend, hassend und traurig unterwegs. Liebend und enttäuscht, womöglich viel erwartend, dann resignierend und kurz darauf wieder im Strom des Lebens schwimmend mit all den Temperaturunterschieden im Verhältnis zu unseren Mitmenschen.
Und denken wir an die Milliarden Liebenden der Vergangenheit und Gegenwart. Werden die Liebenden der Zukunft den gleichen Gefühlswegen folgen, deren Leid wie deren Glück gleichermaßen wiederholen und durchleben?

Gefühle sind ein wichtiger Teil von uns. Wir sollten verantwortungsvolle Träger für sie sein. So wie man Wasserkanister in der Wüste transportiert, dankbar, vorsichtig, unter der Last schwitzend und schwankend und mit aller Vorfreude auf den nächsten Schluck und den Rest bewahrend oder mit anderen Durstigen teilend.

Sie sind notwendig, unsere erlebten, gedachten oder eingebildeten und gespielten Gefühlsschwankungen. Wir lernen täglich daran und daraus. Jeder beigelegte Streit verbindet uns umso stärker mit dem Partner. Sofern wir es wollen. Und wie viel Kraft liegt im Goodwill!

Wohl denen, die mitfühlende Menschen hatten, haben und haben werden, die sie an die Hand nehmen, Ratgeber und geduldige Zuhörer in einem sind.
Glücklich kann sich schätzen, wer neben der Beziehung einen zugänglichen, sich kümmernden Bekanntenkreis hat. Ein Netzwerk aus Freunden und Freundinnen, die uns auffangen, wenn wir die Partnerschaft beenden wollen, uns Kraft geben und uns dann zurück ins königliche Spiel der Gefühle auf dem glücklichen Weg zur gemeinsamen Zukunft katapultieren.

All jenen, die alleine und etwas unbeholfen auf den Weltmeeren der großen Gefühle unterwegs sind, mögen diese Zeilen gewidmet sein. Ein freundlicher Ratgeber mit allen guten Wünschen. Kurz und zusammenfassend, lobend und kritisierend wird er Ihnen womöglich überflüssigen Kummer und Leid ersparen und so mehr Zeit für glückliche, gemeinsame Stunden bescheren.

© 2011 – 2013 Hans-Jürgen John u. M. Becker

 

Wie man liebt (2) von H.-J. John und M. Becker

Die Kraft der Liebe

Was soll denn das nun? Nach “Wie man Probleme löst und Ziele erreicht” auch noch eine Anleitung zur Gefühlskanalisierung?

Schauen Sie sich um. Alles was der Mensch aufgebaut hat geschah grösstenteils aus dem Antrieb des Mannes heraus, dem weiblichen Geschlecht aufzufallen und zu gefallen und die Frauen haben das ihre beigetragen.

Wenn Sie also jemals ein Ziel haben, verknüpfen Sie es gezielt mit den Gefühlen für Ihren Partner und Sie werden erfolgreich sein. Einen grösseren Antrieb zur Zielerreichung als Liebe gibt es nicht.

Ich erinnere mich noch gut an die wunderschöne Mitschülerin mit den langen, dunklen Haaren und den braunen Rehaugen. Ich sass einige Reihen hinter ihr im Unterricht und hatte sie immer im Blickfeld. Ich dachte ununterbrochen an sie. Einmal sass ich neben ihr im Bus nach Hause und war hinterher drei Tage krank geschrieben. Natürlich vor Liebeskummer. Ihr habe ich das Abitur zu verdanken. Ich stand wie unter Strom. Wenn ich in die Klasse kam und ihr Lächeln sah, war mein Tag gerettet. Ich habe es ihr nie erzählt …

Gefühle sind viel viel älter als unsere formulierten Gedanken, viel älter als Sprache, sieht man von einigen Grunzlauten ab. Schleierhaft ist mir, wie dann einige Menschen auf die Idee kommen, Beziehungsprobleme sprachlich und mit Hilfe der Ratio lösen zu wollen: Wenn sich der Partner so verhält, müssen Sie sich so verhalten, um die Beziehung zu retten… Alles Unsinn.
© 2010 – 2013 Hans-Jürgen John und Martin Becker

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